Chronik | Welt
17.10.2017

Frankreich: Kofferräuber saß selbst im Koffer

Passagiere klagten schon seit einiger Zeit über unerklärliche Diebstähle. Polizei fand in "ungewöhnlich großem" Koffer einen Mann, der sich mit einem Spezial-Reißverschluss von innen befreien konnte.

Die französische Polizei hat eine mysteriöse Diebstahlserie aufgeklärt: Ein Kofferräuber saß selbst in einem Koffer und konnte so in aller Seelenruhe die Gepäckfächer unter Flughafenbussen plündern, wie die Behörden mitteilten.

Der Mann und sein Komplize, der ihn in die Busse schmuggelte, wurden am Montagabend zu Haftstrafen von acht und zwölf Monaten verurteilt.

Gepäckstück bewegte sich

Dass die Kofferräuber der Polizei ins Netz gingen, ist einem aufmerksamen Busfahrer zu verdanken: Ihm fiel auf, dass eines der Gepäckstücke ungewöhnlich groß war und sich bewegte. Die Polizei fand in dem Koffer einen der beiden Männer, der sich mit einem Spezial-Reißverschluss von innen befreien konnte. Die Diebesbeute befand sich in einem Rucksack: Laptops, Geld und andere Wertobjekte.

Die beiden Diebe hatten sich auf die Busverbindung zwischen Paris und dem nördlich gelegenen Regionalflughafen Beauvais spezialisiert. Passagiere klagten schon seit einiger Zeit über unerklärliche Diebstähle. Die beiden Räuber waren bereits wegen ähnlicher Delikte vorbestraft.