Dutch marine rescue ships are seen during a rescue operation after a collision between the Baltic Ace, a car carrier sailing under a Bahamas flag, and the Corvus J, a container ship from Cyprus, in the North Sea December 5, 2012 in this handout photo released to Reuters by the Dutch Defence Ministry December 6, 2012. The Dutch coastguard said on Thursday it was searching for seven missing crew members of a cargo ship which collided with another vessel and sank in the North Sea the previous evening, killing four people.The coastguard said 13 people have already been rescued, but that the search was being hampered by strong winds and snow which limited visibility. REUTERS/Koninklijke Marine - Ministerie Van Defensie/Handout (NETHERLANDS - Tags: DISASTER MARITIME) THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO ARCHIVES. NO SALES. BEST QUALITY AVAILABLE

© Reuters/HANDOUT

Nordsee
12/05/2012

Keine Hoffnung für Besatzung der "Baltic Ace"

Zwei Schiffe prallten vor Rotterdam zusammen: Elf Menschen verloren ihr Leben.

Eine schwere Schiffskollision vor der niederländischen Küste dürfte elf Tote gefordert haben. Fünf Mitglieder der Besatzung des gesunkenen Frachters „Baltic Ace“ wurden tot geborgen, sechs werden noch vermisst. „Die Überlebenschancen sind gleich Null“, sagte der Sprecher der niederländischen Küstenwache, Peter Verburg, am Donnerstag.

Mittwochabend gegen 19:15 Uhr war der Auto-Frachter „Baltic Ace“ mit dem Containerschiff „Corvus J“ aus Zypern etwa 65 Kilometer vor der niederländischen Küste südwestlich von Rotterdam zusammengeprallt. In nur 15 Minuten sank der unter der Flagge der Bahamas fahrende Frachter. „Es ging zu schnell, um Überlebensanzüge anzuziehen“, sagte Kees Brinkman von der niederländischen Rettungsgesellschaft KNRM. Ohne Schutzkleidung könne man in der nur sechs bis sieben Grad kalten Nordsee „nur einige Minuten“ überleben.

Nach der Kollision waren Helikopter und in der Nähe fahrende Frachtschiffe und Fischerboote schnell zur Stelle und konnten Seeleute aus dem Wasser und von Rettungsflößen retten. Insgesamt 13 Menschen konnten in Sicherheit gebracht werden. Elf wurden schwer unterkühlt in Krankenhäuser in Rotterdam und Belgien gebracht.

Unter Hochdruck suchten Küstenwache und die niederländische Marine mit Rettungsbooten, Infrarotgeräten und Scheinwerfern weiter nach Überlebenden. Die Besatzung des Frachters kommt nach Informationen der Küstenwache aus Bulgarien, Polen, der Ukraine und den Philippinen. Wegen starken Windes und bis zu drei Meter hohen Wellen mussten die Suche gegen zwei Uhr abgebrochen werden, wurde in der Früh aber wieder aufgenommen..

Vollständig gesunken

Von der gesunkenen „Baltic Ace“ ist nichts mehr zu sehen, berichteten Augenzeugen. Nur noch Bruchstücke des Frachters, leere Rettungsflöße und Schwimmwesten trieben im Wasser. Das Wrack ist nach Angaben der Küstenwache keine Gefahr für den Schiffsverkehr. Zwei Schiffe der niederländischen Marine sichern die Unglücksstelle.

Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. Zum Zeitpunkt der Kollision herrschte Windstärke sechs bis sieben. „Doch für so große Schiffe ist das kein Problem“, sagte Brinkman. Die „Baltic Ace“ war 148 Meter lang. Die Schiffe waren auf einer der meistbefahrenen Schiffsrouten der Welt unterwegs zwischen den beiden größten Häfen Europas, Rotterdam und Antwerpen. Diese Nord-Südverbindung wird noch vom Ost-West-Verkehr nach Großbritannien gekreuzt.
Erst in der vergangenen Woche hatte die Internationale Seefahrtsorganisation IMO neue Fahrrouten der niederländischen Regierung genehmigt, die ab August 2013 gelten sollen. Dadurch soll der Verkehr auf der Nordsee sicherer werden.

Die „Baltic Ace“ war vom belgischen Zeebrügge auf dem Weg ins finnische Kotka. Das Containerschiff „Corvus J“ (Bild) gehört zur Gesamtflotte der deutschen Reederei Jüngerhans und war auf dem Weg von Schottland nach Antwerpen. Die „Corvus J“ wurde bei der Kollision beschädigt, konnte jedoch noch bei Rettungsarbeiten helfen.
 
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