Missverständ­nis sorgt für Aufregung um syrischen Friseur

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Foto: APA/BARBARA GINDL Symbolbild

Keine Damenkunden nach 16 Uhr: Ein Missverständnis sorgte für Boykott-Aufrufe in den sozialen Medien. Die Geschäftsleitung klärte kurz darauf auf.

Für einigen Wirbel sorgte eine Filiale des Friseurladens Klier im deutschen Zwickau. Stein des Anstoßes stellte ein Aushang dar, der darauf verwies, dass in den Nachmittags- und Abendstunden keine Frauen bedient werden könnten. Als Grund wurde ein syrischer Friseur genannt. Die Aufregung in den sozialen Netzwerken war somit vorprogrammiert.

Der Aushang im Wortlaut: "Sehr geehrte Kundschaft, aus personalbedingten Gründen bedienen wir vom 10.07.–15.07.17 ab 16.00 Uhr keine Damenkunden. In diesem Zeitraum haben wir einen syrischen Herrenfriseur im Salon der ausschließlich nur Herren bedient. Vielen Dank für Ihr Verständnis, ihr Klier-Team."

Viele User riefen daraufhin zum Boykott des Geschäfts auf.

Aushang war missverständlich

Die Geschäftsleitung klärte kurz darauf auf. Es handle sich lediglich um ein "Missverständnis". Der syrische Friseur habe schlicht keine Ausbildung zum Damenfriseur.

Die Erklärung im Wortlaut: "Bei dem Mitarbeiter in besagtem Salon handelt es sich um einen Herrenfriseur aus Syrien. Das heißt, dass er in seiner Heimat ausschließlich zum Herrenfriseur ausgebildet worden ist. (…)Den Unterstellungen, dass es sich um eine religiös motivierte Diskriminierung von Frauen handeln würde, möchten wir entschieden widersprechen. Gleichzeitig entschuldigen wir uns ausdrücklich für das Missverständnis."

(Kurier / mn) Erstellt am
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