Chronik | Welt
11.03.2018

Japan gedenkt der Opfer der Tsunami-Katastrophe 2011

Um 14.46 Uhr (Ortszeit), der exakten Uhrzeit des Bebens, gedachte man der tausenden Opfer.

Japan hat mit einer Trauerzeremonie der Opfer des tödlichen Erdbebens, des folgenden Tsunamis und der Atomkatastrophe in Fukushima vor sieben Jahren gedacht. "Ich drücke all jenen mein Beileid aus, die ihre geliebten Familienmitglieder oder Freunde verloren haben", sagte Regierungschef Shinzo Abe am Sonntag in Tokio.

Um 14.46 Uhr (Ortszeit), der exakten Uhrzeit des Bebens, gedachte Abe zusammen mit Parlamentsabgeordneten und Hinterbliebenen der Opfer. Bei der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vom 11. März 2011 gab es den Behörden zufolge 18.434 Tote oder Vermisste. Weitere 3.600 Menschen, die meisten von ihnen aus Fukushima, starben an Krankheiten oder nahmen sich in Folge der Katastrophe das Leben, wie Regierungsdaten zeigen. Todesfälle als direkte Folge der Nuklearkatastrophe gab es nach offiziellen Angaben nicht.

Zehntausende ohne festen Wohnsitz

Mehr als 73.000 Menschen sind infolge der Katastrophe weiterhin ohne festen Wohnsitz. Trotz Bemühungen der Regierung, einige der ehemaligen Sperrzonen wieder zu besiedeln, will etwa die Hälfte der Bewohner von Städten wie Namie und Tomioka nicht zurückkehren, wie eine Umfrage Anfang März ergab.

Das Erdbeben der Stärke 9,0 hatte einen Tsunami im Pazifischen Ozean ausgelöst, der unter anderem das Atomkraftwerk in Fukushima überflutete und eine Kernschmelze auslöste. Es war die schlimmste Nuklearkatastrophe seit Tschernobyl im Jahr 1986.