Japan: Atom-Stresstests vor Hochsommer

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Japans Atommeiler sollen einem Stresstest unterzogen werden. Noch vor dem Hochsommer sollen heruntergefahrene AKW wieder ans Netz gehen.

Nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima will Japan alle Atommeiler im Lande sogenannten Stresstests unterziehen. Damit sich die Bürger sicherer fühlen", begründete Industrieminister Banri Kaieda sein Vorhaben am Mittwoch. Derweil gab es einen neuen Vorfall in einem AKW.

Um drohende Stromengpässe im Sommer zu vermeiden, drängt die Regierung darauf, zu Inspektionen heruntergefahrene Atomkraftwerke möglichst schnell wieder in Betrieb zu nehmen. Schließlich klettern die Temperaturen im japanischen Sommer auf rund 40 Grad - Klimaanlagen lassen den Strombedarf sprunghaft ansteigen. Derzeit liegen 35 der 54 Kernkraftwerke still. Um Stromausfälle zu vermeiden, ist die Bevölkerung aufgerufen, Energie zu sparen. In Bahnhöfen, Bürogebäuden, Restaurants und anderen Orten bleiben daher viele Glühbirnen dunkel.

Neuer Zwischenfall

Die Regierung stößt mit ihrem Vorhaben jedoch auf Widerstände bei den umliegenden Gemeinden. Diese fordern schärfere Sicherheitsauflagen. Derweil meldete die Nachrichtenagentur Kyodo einen erneuten Zwischenfall in einem Atomkraftwerk. In einer Müllentsorgungsanlage im AKW Tokai Nummer 2 in der nordöstlichen Provinz Ibaraki sei aus unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Es sei aber schnell wieder gelöscht worden. Nach Angaben der lokalen Behörden sei dabei jedoch keine Radioaktivität in die Umwelt gelangt.

( APA , dpa ) Erstellt am 05.12.2011