Mehr als 150 Tote bei Erdrutsch

Erdrutsch in Maharashtra
In einem Dorf in Westindien sind rund 44 Häuser unter den Erdmassen begraben worden.

Nach dem verheerenden Erdrutsch in Indien ist die Zahl der aus den Schlamm- und Geröllmassen geborgenen Toten auf 19 gestiegen. Ein Behördenmitarbeiter rechnete am Mittwoch mit rund 140 weiteren Toten, da in dem Dorf im westindischen Bundesstaat Maharashtra schätzungsweise 44 Häuser unter den Erdmassen begraben worden seien.

Ein wegen des anhaltenden Regens aufgeweichter Hang hatte sich am Mittwoch in der Früh von einem Hügel gelöst und war auf das Dorf Malin niedergegangen, während die meisten Bewohner noch schliefen. Die Behörden entsandten nach eigenen Angaben mehr als 370 Bergungskräfte und 30 Krankenwagen in das entlegene Dorf, doch behinderten verschüttete Straßen und anhaltender Regen die Arbeiten.

Während der Regenzeit werden in Indien immer wieder Häuser unter Erdrutschen begraben oder stürzen in sich zusammen. Das liegt daran, dass unzählige alte Gebäude nie repariert wurden und viele Neubauten aus billigstem Baumaterial bestehen.

Auch in den Himalaja-Staaten Himachal Pradesh und Uttarakhand hatte es in Folge des Monsun in den vergangenen Tagen mehrere Erdrutsche gegeben. Im vergangenen Jahr waren während der Regenzeit in Uttarakhand fast 6000 Pilger, Touristen und Einwohner durch Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben gekommen.

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