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Deutschland
05/23/2016

Höxter: Leichenspürhunde suchen nach Überresten von Opfer

46-Jährige und die 47-Jähriger stehen im Verdacht, jahrelang Frauen per Kontaktanzeige nach Höxter gelockt zu haben.

Im Fall der Misshandlungen von Höxter hat die Polizei damit begonnen, mit Leichenspürhunden nach Überresten der vermutlich zu Tode gequälten Annika F. zu suchen.

Auf einem zwei Kilometer langen Straßenabschnitt in der Nähe des Hauses der mutmaßlichen Täter Annika W. und Wilfred W. in Höxter-Bosseborn suchten die Ermittler am Montagmorgen nach Knochen- oder Zahnfragmenten des Opfers.

Sie gehen damit einer Aussage der 47-jährigen Tatverdächtigen nach. Diese hatte angegeben, gemeinsam mit ihrem 46-jährigen Ex-Mann die Leiche der Frau aus Niedersachsen im Jahr 2014 zerstückelt, Körperteile im Kachelofen verbrannt und die Asche dann am Straßenrand verteilt zu haben. "Nach so vielen Jahren ist es aufgrund von Witterung nicht sehr wahrscheinlich etwas zu finden, aber wir wollen alles versuchen", sagte eine Polizeisprecherin am Montag.

Der 46-Jährige und die 47-Jährige stehen im Verdacht, jahrelang Frauen per Kontaktanzeige nach Höxter gelockt zu haben. Nach den bisherigen Ermittlungen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von acht Opfern aus. Zwei Frauen aus Niedersachsen kamen ums Leben.

Bilderstrecke:

Wohnhaus in Höxter

Investigations into further victims of a couple in

Ermittlungen zu weiteren Opfern eines Paars in Höx

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Hoexter-Bosseborn ccrime woman held captive

Investigations into further victims of a couple in

Wohnhaus in Höxter

An aerial photo of the house of the incriminated c…

Investigations into further victims of a couple in

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Ermittlungen zu weiteren Opfern eines Paars in Höx

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Investigation on further victims of couple in Hoex

Ermittlungen zu weiteren Opfern eines Paars in Höx

Ermittlungen zu weiteren Opfern eines Paars in Höx

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Ermittlungen zu weiteren Opfern eines Paars in Höx

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Investigation on further victims of couple in Hoex

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Investigation on further victims of couple in Hoex

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Frau stirbt nach wochenlanger Gefangenschaft

A police officer with a dog passes by a house outs…

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15 Frauen haben sich bei Polizei gemeldet

Der festgenommene Wilfried W. soll nach Erkenntnissen der Sonderkommission "Bosseborn" seit 2011 mehrere hundert Kontaktanzeigen geschaltet haben. "Wenn man die Anzahl der Annoncen betrachtet, gehen wir davon aus, dass mehr als hundert Frauen Kontakt zu ihm aufnahmen", sagte Oberstaatsanwalt Ralf Meyer dem deutschen Nachrichtenmagazin. "Viele wissen womöglich gar nicht, mit wem sie es zu tun hatten". Den Angaben zufolge haben sich inzwischen 15 Frauen bei der Polizei gemeldet.

Neben diesen privaten Kontakten meldeten sich einige Zeugen, die geschäftliche Beziehungen zu den Beschuldigten unterhalten hatten. Nach Behördenangaben finanzierte er seinen Lebensunterhalt jahrelang auch mit dem An- und Verkauf von Gebrauchtwagen.

Der 46 Jahre alte W. soll zusammen mit seiner 47 Jahre alten Ex-Frau Angelika zwei Frauen im Alter von 33 und 41 Jahren in seinem Haus in Höxter brutal misshandelt haben. Beide Opfer starben. Im Zuge ihrer Ermittlungen sucht die Polizei derzeit nach weiteren Frauen, die womöglich in dem Haus festgehalten wurden.

Die Ermittlungen der 40-köpfigen Mordkommission "Bosseborn" zu dem Paar erstrecken sich auf die Zeit von Ende 1998 bis zum vergangenen Monat. Doe Dabei gehen die Ermittler von weiteren Opfern aus, "die in ihren Beziehungen zu Wilfried W. misshandelt oder finanziell geschädigt wurden".