Chronik | Welt
17.03.2018

Video: Passagiere aus Skilift in Georgien geschleudert

Ein Defekt sorgte dafür, dass der Lift seine Geschwindigkeit verdoppelte und die Menschen aus den Sitzen schleuderte. Der Lift ist ein Produkt des österreichischen Seilbahnherstellers Doppelmayr. Techniker in Georgien eingetroffen.

Die Besucher des Ski-Ressorts in Georgiens Ferienort Gudauri kamen am Freitag zum Großteil mit dem Schrecken davon. Wie lokale Medien berichteten, sorgte ein Defekt dafür, dass der betroffene Lift rückwärts und mit hoher Geschwindigkeit ins Tal fuhr und die Menschen teilweise aus dem Sitz geschleudert wurden. Der Vorfall soll mehrere Verletzte nach sich gezogen haben. Nachdem die Sesselbahnen bei der Wende im Tal ineinanderkrachten, versuchten die Menschen bereits vorher rechtzeitig abzuspringen.

Videos davon kursierten wenig später in den sozialen Netzwerken. Der Vorfall wird aktuell untersucht. Ersten Informationen zufolge sollen acht Menschen verletzt worden sein. Darunter eine schwangere Schwedin und ein Ukrainer, der sich die Hand brach. Der Hersteller der Skilifte, das österreichische Unternehmen Doppelmayr, hat laut demTelegraphnoch keine genaueren Informationen zur Ursache. ""Wir haben die Videos natürlich gesehen. Das Unglück könnte sehr viele Ursachen haben." - derstandard.at/2000076291016/Sessellift-rast-rueckwaerts-Mehrere-Verletzte-in-Ski-ResortWir haben die Videos natürlich gesehen. Das Unglück könnte sehr viele Ursachen haben", wird ein Sprecher imStandardzitiert. Kurz zuvor soll es einen Stromausfall gegeben haben.

Doppelmayr-Unternehmenssprecher Ekkehard Assmann sagte am Samstag gegenüber der APA, dass die beiden Techniker aus Wolfurt in Gudauri zwar eingetroffen sind, aber nicht an den Unfallort vorgelassen werden: "Wie erwartet, ist der Bereich von den Behörden gesperrt. Unsere Leute haben mir erklärt, dass von Georgien beauftragte Sachverständige unterwegs wären."

Berichte darüber, was zu der Fehlfunktion des Vierersessellifts geführt hat, seien zum jetzigen Zeitpunkt deshalb reine Spekulationen, so Assmann, eine Ferndiagnose "völlig unseriös". Ein vergleichbarer Vorfall sei ihm während seiner fast 20 Jahre dauernden Tätigkeit für den Vorarlberger Seilbahnhersteller jedenfalls nicht untergekommen