epa03316040 (FILE) An undated file handout photo released by the Georgia Department of Corrections and reissued on 24 July 2012 shows condemned inmate Warren Lee Hill. The execution of Warren Lee Hill (52) was halted two hours before his scheduled lethal injection due to a change in the drugs to be injected, state prison authorities said late 23 July 2012. The Georgia state Supreme Court voted the same day to reject an appeal by Warren Hill whose lawyers argued that he was ineligible for capital punishment due to his low IQ. But the seven-judge panel unanimously intervened to halt the execution due to a change in the state's lethal injection protocol. The court said it needed time to decide whether the new method of administering a single dose to induce death instead of a series of three drugs complies with state law. EPA/GEORGIA DEPARTMENT OF CORRECTION EDITORIAL USE ONLY NO SALES *** Local Caption *** 50426904

© APA/GEORGIA DEPARTMENT OF CORRECTION

USA
02/18/2013

Geistig Behinderter vor Hinrichtung

Die Exekution von Warren Hill war bereits mehrfach verschoben worden.

Nach mehrfacher Verschiebung soll der geistig behinderte US-Gefängnisinsasse Warren Hill am Dienstag im US-Staat Georgia hingerichtet werden. "Es gibt keine Debatte unter den Experten darüber, dass Hill geistig behindert ist", schrieb der Anwalt des 52-jährigen Afroamerikaners, Brian Kammer, in einem Appell an das Gericht. Die Hinrichtung wäre ein "fundamentaler Justizirrtum", argumentierte Kammer.

Die Hinrichtung des 52-Jährigen wurde bereits mehrfach verschoben. Hintergrund ist die Frage der Art der Hinrichtung, da Hill der erste Verurteilte sein soll, der in Georgia allein mit dem tödlichen Gift Pentobarbital anstatt wie bisher mit einer Mischung aus drei Giftstoffen getötet werden soll. Der Mann sitzt seit 21 Jahren im Todestrakt. Er war 1991 wegen der Ermordung eines Mithäftlings zum Tode verurteilt worden. Ursprünglich war er wegen der Tötung seiner Freundin ins Gefängnis gekommen. Ein Gnadengesuch wurde bereits abgelehnt.

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte 2002 entschieden, dass geistig Behinderte nicht zum Tode verurteilt werden dürfen. Allerdings überließ das Gericht die Definition von geistiger Behinderung den einzelnen Staaten .Die geplante Hinrichtung Hills stieß unter anderem bei Menschenrechtsaktivisten auf scharfe Kritik. Auch die Vereinten Nationen forderten den Staat Georgia auf, das Todesurteil nicht zu vollstrecken. Hill wäre jedoch nicht der erste geistig Behinderte an dem die Todesstrafe exekutiert würde: In der jüngeren Vergangenheit starben bereits Yokamon Hearn und Marvin Wilson durch die Giftspritze.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.