Fukushima: Wieder bebte die Erde

Am 11. März hatten ein schweres Erdbeben und ein darauffolgender Tsunami  an der Nordostküste Japans verheerende Schäden angerichtet. Mehr als 20.000 Menschen starben oder gelten nach wie vor als vermisst.
Foto: ap

Die Erdstöße hatten eine Stärke von 6,8. Für die Region rund um das havarierte Atomkraftwerk gab es kurzfristig Tsunami-Warnung.

Der Nordosten Japans ist am Freitag von einem Erdbeben erschüttert worden. Den japanischen Behörden zufolge hatten die Erdstöße eine Stärke von 6,8. Eine Tsunami-Warnung wurde für die Küstengebiete ausgegeben, die im März von dem Erdbeben und dem darauf folgenden Tsunami verwüstet worden waren.

Wenig später wurde die Warnung wieder aufgehoben. An der Küste sei keine Veränderung des Meeresspiegels festgestellt worden, erklärte die Wetterbehörde. Zunächst waren Wellen von bis zu einem halben Meter erwartet worden.
Das Beben brachte auch Häuser in der Hauptstadt Tokio zum Schwanken.

Akw unbeschadet

Im Akw Fukushima selbst habe es am Freitag keine ungewöhnlichen Vorkommnisse gegeben, erklärte der Betreiber Tepco. Aus Sicherheitsgründen sei zwischenzeitlich aber die Anlage evakuiert worden.

Erst vor einer Woche wurde die Region von einem Erdstoß der Stärke 6,0 erschüttert. Tsunami-Warnung wurde damals keine ausgegeben.

Derzeit arbeitet Tepco daran, den am schwersten beschädigten Reaktor 1 in Fukushima mit einem Zelt abzudecken. Es soll zumindest vorübergehend die weitgehend zerstörte äußere Hülle des Reaktors ersetzen.
Die Havarie des Atomkraftwerks im März war die größte Atomkatastrophe seit Tschernobyl vor 25 Jahren.

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(apa, dpa / aho) Erstellt am
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