Polizeieinsatz in Kandel.

© APA/dpa

Deutschland
06/15/2016

Fünf Männer sollen in München 26-Jährige vergewaltigt haben

Die Frau wurde im April in ihrer Wohnung vergewaltigt worden. Die Beschuldigten sitzen in U-Haft.

Fünf junge Männer sollen in München eine Frau in ihrer Wohnung brutal vergewaltigt haben.

Die fünf mutmaßlichen Vergewaltiger im Alter zwischen 18 und 21 Jahren sitzen in Untersuchungshaft. "Es sind keine Flüchtlinge", sagte Staatsanwältin Judith Henkel am Mittwoch. Die fünf in Untersuchungshaft sitzenden Männer seien allesamt in Deutschland aufgewachsen, sagte die Staatsanwältin. Zugleich betonte sie, die Ermittlungen stünden "noch am Anfang".

Mit weiteren Details hält sich die Staatsanwaltschaft bedeckt - aber offenbar hat der Fall einige Brisanz. Die Ermittler durchsuchten am Dienstagmorgen mit Unterstützung einer Sondereinheit der Polizei ein Anwesen in Sauerlach und fünf Münchner Wohnungen, in denen die Verdächtigten wohnen.

Gegenstände aus Wohnung gestohlen

Bei der Tat, die sich bereits im April ereignet habe, seien auch Gegenstände aus der Wohnung der 26 Jahre alten Frau gestohlen worden. Ein weiterer Beschuldigter soll versucht haben, diese Sachen zu verkaufen, darunter ein Laptop.

Wie die junge Frau die sechs Männer kennengelernt hat und warum sie sich am Tag der Tat alleine mit ihnen in ihrer Wohnung aufhielt, darüber schweigen die Ermittler bislang. "Das Ganze ist noch nicht ausermittelt", so die Behördensprecherin. Ob sie sich vor der Tat kannten und vielleicht befreundet waren, konnten die Ermittler nicht sagen. Außerdem wolle man die Privatsphäre der Frau schützen. Zur Identität der Verdächtigen machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben.

Fünf der Männer sollen über die 26-Jährige hergefallen sein und danach Gegenstände gestohlen haben. Der sechste Täter ist der Hehlerei, nicht aber der Vergewaltigung beschuldigt. In der Wohnung war er während der sexuellen Übergriffe nach Auskunft der Ermittler wohl nicht.

Wochenlange Ermittlungen

Das Opfer schaltete die Polizei ein, die Ermittler versuchten wochenlang, die Täter zu identifizieren. Dass sich der Fall so lange hingezogen hat, liegt nach Auskunft Henkels an den Umständen. "Es war einfach schwierig, die Täter zu ermitteln." Weitere Details, auch zu den Hausdurchsuchungen, wollte die Staatsanwaltschaft bisher noch nicht bekanntgeben. Die Ermittlungen dauern an.

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