Chronik | Welt
24.07.2017

Flughafen in Prag führt Gesichtserkennung ein

Sozialdemokratischer Ministerpräsident warnte in Vergangenheit, dass Terroristen Tschechien als Transitland nutzen.

Im Kampf gegen den Terrorismus wird am internationalen Flughafen in Prag ein System zur automatischen Gesichtserkennung installiert. Das hat die tschechische Mitte-Links-Regierung am Montag beschlossen. Nach den Plänen werden mindestens 145 Spezialkameras den Transitbereich, die Gates zu den Maschinen und Verbindungskorridore überwachen.

Die Aufnahmen würden mit Daten der Behörden über "interessante oder gesuchte Personen" abgeglichen, sagte die Sprecherin des tschechischen Innenministeriums, Lucie Novakova. Zudem wird die Polizei an vier weiteren tschechischen Flughäfen mit Geräten zur automatischen Nummernschilderkennung von Besucher-Pkws ausgerüstet. Insgesamt sollen die Sicherheitsmaßnahmen umgerechnet 25,8 Millionen Euro kosten. Der sozialdemokratische Ministerpräsident Bohuslav Sobotka hatte in der Vergangenheit gewarnt, dass Terroristen Tschechien als Transitland nutzen.