Chronik | Welt
21.08.2017

Flughafen Berlin: Leibwächter gab versehentlich Schuss ab

Die Kugel durchschlug die Hülle einer Fluggastbrücke. Verletzt wurde niemand.

Im Berliner Flughafen Tegel hat ein Leibwächter des Landeskriminalamtes (LKA) aus Versehen einen Schuss aus seiner Dienstpistole abgegeben. Der Schuss habe sich Montagfrüh kurz vor dem Einsteigen in das Flugzeug gelöst, sagte ein Sprecher der deutschen Bundespolizei. Die Kugel habe die Hülle der Fluggastbrücke, die vom Gebäude zur Tür der Maschine führt, durchschlagen.

Der Vorfall ereignete sich um 7.55 Uhr. Der Flug nach Köln startete mit deutlicher Verspätung, Ermittlungen laufen. Wen der Leibwächter der Berliner Polizei begleitet hatte, wurde nicht mitgeteilt.

Der Leibwächter wollte möglicherweise vor dem Einstieg in das Flugzeug die Munition aus seiner Pistole nehmen. Der deutsche Grünen-Politiker Jürgen Trittin erwähnte den Vorfall auf Twitter. Ein anderer Passagier in dem Flugzeug twitterte ebenfalls dazu: "Schutzperson sagte er ist neu. Waffe sollte lt. Kapt. Ins Cockpit, ohne Mun." Der Bundespolizeisprecher sagte: "Wir äußern uns nicht dazu, ob und wie diese Waffen entladen werden und wann und wo sie abgegeben werden."