Feuer in Kalifornien: Alarmstufe Violett

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Foto: APA/AFP/MARK RALSTON Mehr als 200.000 Menschen flüchten vor den Flammen.

Seit Tagen wüten in Südkalifornien Buschbrände. Nun wurde die Alarmstufe "Violett" ausgerufen.

Im Süden Kaliforniens sind mittlerweile mehr als 200.000 Menschen auf der Flucht: Seit Tagen zieht ein Feuer durch den US-Westküstenstaat. Tausende Häuser der Region Los Angeles sind von den Flammen bedroht, darunter auch zahlreiche Luxus-Villen in Bel Air. Behörden riefen nun erstmals die Alarmstufe "Violett" aus.

Im Nobelviertel Bel Air gingen Polizisten bereits von Tür zu Tür, um sicherzustellen, dass alle Einwohner ihre Häuser verlassen haben. Hier in der Gegend sind auch viele Prominente betroffen, Soulsänger Lionel Richie etwa sagte ein Konzert ab, um seiner Ex-Frau bei der Evakuierung zu helfen.

In Ventura County sind die Flammen unterdessen völlig außer Kontrolle geraten. Mindestens ein Mensch soll durch das Feuer bereits ums Leben gekommen sein. Mehr als 50.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Seit Jahren leidet die Region unter einer Dürre, schon im Oktober waren bei Flächenbränden in den weiter nördlich gelegenen Weinanbaugebieten mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Derzeit erschweren Winde mit einer Geschwindigkeit von bis zu 130 Stundenkilometern die Löscharbeiten, mindestens 4000 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Der Gouverneur des Bundesstaats Kalifornien, Jerry Brown, verhängte bereits den Notstand, die US-Katastrophenschutzbehörde Fema stellte Nothilfe-Gelder zur Verfügung. US-Präsident Donald Trump erklärte über Twitter, seine „Gedanken und Gebete“ seien mit Kalifornien.

Lichterlohe Flammen: Seit Tagen zieht eine Feuerwalze durch den Süden des US-Westküstenstaates Kalifornien. Das Feuer dürfte unweit der Ortschaft Ventura zwischen Santa Barbara und Los Angeles ausgebrochen sein. Rund 27.000 Menschen seien durch die Brände bereits in die Flucht getrieben worden. Todesopfer gibt es bisher keine. Eine Familie steht vor den Ruinen ihres Zuhauses: Bisher wurden weit mehr als hundert Gebäude zerstört. Auch die Hügel um die Luxusvillen in Bel Air stehen nun in Flammen. Viele Promis sitzen auf gepackten Koffern. Vier Villen in den Hügeln sind nach Angaben der Behörden abgebrannt, elf seien beschädigt worden. Dort besitzen Stars wie Jennifer Aniston, Gwyneth Paltrow, Jennifer Lopez, Jay-Z und Beyoncé teure Domizile. Die berüchtigten Santa-Ana-Winde hatten die Flammen zuletzt angefacht und rasch verbreitet. Bis mindestens Freitag muss mit starken Böen gerechnet werden. In den Wintermonaten sind Waldbrände eigentlich ungewöhnlich. In diesem Dezember sollte längst der Winterregen begonnen haben, doch der ist bisher ausgeblieben. Trocken und bis zu 28 Grad Wärme, so die Prognose für die nächsten zehn Tage in Los Angeles. Ein Feuerwehrmann im Kampf gegen das Feuer im Westen Los Angeles'. Tausende Feuerwehrleute sind in der Region im Einsatz. Dichte Rauchschwaden hängen über dem Mondos Beach. Das Feuer fraß sich am Mittwoch bis zur Pazifikküste durch. Nach Angaben der Behörden brannte seit Montag eine Fläche von mehr als 260 Quadratkilometern ab. Es sei ein „Wunder“, dass bisher keine Todesopfer aus den Brandgebieten gemeldet wurden, sagte Eric Garcetti, der Bürgermeister von Los Angeles. Es ist nicht der erste Waldbrand, der Kalifonien heimsucht. Erst im Oktober tobte in den Weinregionen um Sonoma und Napa ein Flammeninferno. 44 Menschen starben, zeitweise waren 100.000 Anwohner vor den Flammen auf der Flucht.

(apa / ms) Erstellt am
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