Chronik | Welt
21.05.2018

Marseille: Verdächtiger Festgenommener ist kein Tschetschene

Bulgare soll sich verdächtig verhalten haben, der Bahnhof war vier Stunden lang gesperrt.

Französische Sicherheitskräfte haben am Samstag nach einem Alarm den Bahnhof von Marseille geräumt und einen verdächtigen Mann festgenommen. Der Mann habe "elektrisches und elektronisches Material" dabeigehabt, das zum Herstellen eines Sprengkörpers benutzt werden könnte. Das sagte der Staatsanwalt von Marseille, Xavier Tarabeux, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Der verantwortliche Polizeipräfekt Olivier de Mazieres sagte laut der Regionalzeitung "La Provence", die Tasche des Mannes habe keine Gegenstände enthalten, die unmittelbar gefährlich sein könnten.

Einen Tag nach seiner Festnahme haben die Ermittler die Identität des Verdächtigen geklärt. Es sei ein 48 Jahre alter Bulgare, sagte der Staatsanwalt von Marseille, Xavier Tarabeux, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Der Verdächtige hatte zunächst angeben, Tschetschene zu sein.

Der Bahnhof St. Charles im Herzen der Hafenstadt blieb fast vier Stunden lang gesperrt, der Zugverkehr wurde unterbrochen, wie Medien berichteten. An Nachmittag fuhren dann wieder Züge. Ein Reisender hatte patrouillierende Soldaten auf das Verhalten des Mannes aufmerksam gemacht.