© Roland Pittner

Medienbericht
08/19/2013

El-Kaida plant Anschläge auf Schnellzüge in Europa

Die deutschen Sicherheitsbehörden sollen in Alarmbereitschaft sein.

Das Terrornetzwerk Al Kaida plant laut einem Bericht der Bild-Zeitung Anschläge auf Schnellzüge in ganz Europa. Die deutschen Sicherheitsbehörden seien deshalb in Alarmbereitschaft versetzt worden, berichtet die Zeitung am Montag unter Berufung auf Sicherheitskreise. Der Hinweis auf die geplanten Anschläge stamme vom US-Geheimdienst NSA, der offenbar vor wenigen Wochen ein Telefonat zwischen hochrangigen Al-Kaida-Mitgliedern abgehört habe. Dabei soll nach Bild-Informationen eine Anschlagsserie auf Züge in Europa zentrales Thema gewesen sein.

Die deutsche Regierung sieht dennoch keine veränderte Sicherheitslage in Deutschland. Es lägen keine aktuellen Hinweise vor, die die Lage verschärft hätten. Vielmehr: "Es gibt immer wieder Warnhinweise, denen nachgegangen wird", sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Montag auf Anfrage in Berlin. Diese Hinweise würden aber nicht kommentiert. Deutschland liege grundsätzlich "im Zielspektrum des internationalen jihadistischen Terrorismus".

Österreich: "Kein Anlass zu Sorge"

Auch für Österreich besteht "aktuell kein Anlass zu Sorge", wie der Sprecher des Innenministeriums, Karl-Heinz Grundböck, am Montag auf APA-Anfrage mitteilte. Die Lage werde laufend beurteilt, so Grundböck, und man sei mit dem deutschen Verfassungsschutz in Kontakt. Derzeit sehe man aber keinen Anlass für besondere Maßnahmen.

Auch von Seiten der österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) hieß es, es gebe aktuell keine Hinweise auf eine zusätzliche Bedrohung. "Wir arbeiten intensiv mit dem Innenministerium zusammen", sagte ÖBB-Sprecher Michael Braun der APA - auch unter Verweis auf Kupferdiebe. "Sicherheit ist unser höchstes Gut." Deswegen seien die ÖBB im Bereich Sicherheit "sehr hoch ausgerüstet". Es gebe Sicherheitspersonal an den Bahnhöfen und Streifendienste entlang der Bahnstrecken. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn (DB) sagte, der Konzern arbeite mit den Sicherheitsbehörden immer eng zusammen. Näher wollte sie sich dazu nicht äußern.

Sabotage-Akte

Denkbar seien nach Auskunft von Sicherheits-Experten sowohl Sabotage-Akte an Schienen und Oberleitungen als auch Anschläge mit Sprengsätzen auf Schnellzug-Trassen oder -Tunnel, berichtet Bild. Auch Bombenanschläge in den Schnellzügen selbst seien denkbar.

Wegen der möglicherweise drohenden Anschläge sichern deutsche Behörden den Angaben zufolge seit mehr als zwei Wochen die ICE-Trassen und Bahnhöfe der Bahn mit einer Reihe von zusätzlichen "unsichtbaren Maßnahmen". Dazu zählten unter anderem intensive Zivilstreifen der Bundespolizei.

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