Chronik | Welt
19.04.2017

El Chapo ist unzufrieden mit Hometrainer und TV

Beschwerde. Es gibt nur Nashorn-Film im Rücken.

Der mexikanische Drogenboss Joaquin Guzman, besser bekannt als El Chapo (der Kurze) ist unzufrieden mit seinen Haftbedingungen in den USA. Im Freizeitraum seines Gefängnisses soll fast immer eine Dokumentation über Nashörner laufen, im Wechsel mit nur einem anderen Film. Das geht aus einer Beschwerde seiner Anwälte hervor, die dem US-Magazin tmz vorliegt.

Außerdem sei der Heimtrainer, auf dem der Drogenboss gern trainiere, so aufgestellt, dass er mit dem Rücken zum Fernseher sitze. So müsse sich der einst international gesuchte Verbrecher immer entscheiden, ob er seine tägliche Stunde in dem Freizeitraum stehend vor dem Fernseher verbringt oder trainierend mit dem Rücken zu der Tier-Dokumentation.

Seine Anwälte sehen darin einen Verstoß gegen die Menschenrechte: Sie forderten laut dem Bericht Amnesty International auf, "El Chapos" Haftbedingungen zu untersuchen. Guzman war im Jänner 2016 in Mexiko verhaftet und ein Jahr später an die USA ausgeliefert worden, wo er jetzt im Gefängnis sitzt. Der ehemalige Boss des Sinaloa Kartells , der schon zwei Mal aus mexikanischen Gefängnissen entkommen konnte, wird in den USA der Prozess gemacht.