Einer Kolonie Adelie Pinguine droht die Ausrottung.

© REUTERS/STAFF

Klimawandel
02/14/2016

Eisberg "B09B" führt zu massivem Pinguin-Sterben

Ohne Zugang zum Meer starben 150.000 Tiere in nur fünf Jahren.

Australische Forscher schlagen Alarm: Eine einst 160.000 Tiere zählende Kolonie von Adelie Pinguinen hat sich in den letzten fünf Jahren um 150.000 Tiere verringert. Mitverantwortlich ist wohl der Klimawandel, wie die Wissenschaftler in einem Bericht im Fachmagazin Antarctic Science schreiben. Die Kolonie an der Commonwealth Bucht konnte sich in den letzten 100 Jahren stark vermehren. Der Grund waren der direkte Zugang zum Meer und somit auch zu Futter. Doch vor sechs Jahren änderte sich das.

Ein Eisberg dockte an die Bucht

2010 dockte ein massiver auf dem Meer treibender Eisberg – mit dem Namen „B09B“ – an die Bucht und schnitt die Pinguine vom direkten Zugang zum Wasser ab. Mit verheerenden Folgen: Denn nun müssen die Tiere einen sechzig Kilometer langen Marsch auf sich nehmen, um an Nahrung zu gelangen. Seit 2011 dezimierte sich die Kolonie auf rund 5500 brütende Paare.

Die Forscher des "Climate Change Research Centre" der australischen New South Wales Universität warnen davor, dass die Kolonie innerhalb der nächsten 20 Jahre aussterben könnten. Es sei denn, der massive Eisberg löst sich wieder von der Küste.

Den wissenschaftlichen Artikel können Sie hier nachlesen.

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