Chronik | Welt
19.12.2017

Ehemaliger Navy-Pilot beschreibt UFO-Begegnung

Immer mehr Details werden zu einem bisher geheimen UFO-Programm des Pentagons bekannt. Nun meldete sich ein Beteiligter zu Wort.

Lange Zeit sprach David Fravor, ehemaliger Pilot der US Navy, nur mit Eingeweihten über das, was er am 14. November 2004 mit eigenen Augen gesehen haben will.

Nun brach er sein Schweigen und erklärte der Washington Post, an jenem Tag im Zuge eines Routineflugs ein unbekanntes Flugobjekt (UFO) gesehen zu haben.

Der Vorfall wurde anschließend vom Verteidigungsministerium untersucht, doch zentrale Fragen, etwa nach der Herkunft und Art des Objektes, blieben offen. Fravor ist sich sicher: "Es war ein reales Objekt, es existierte und ich habe es mit eigenen Augen gesehen", erklärte er im Gespräch.

Pentagon betrieb UFO-Programm

Fravors Angaben erscheinen umso interessanter, nachdem diese Woche bekannt wurde, dass das Pentagon von 2007 bis 2012 ein Programm zur Untersuchung von UFOs betrieben hat. Die Existenz des sogenannten Advanced Aviation Threat Identification Programs wurde von dessen ehemaligen Leiter Luis Elizondo publik gemacht, der mehrere Videoaufnahmen von angeblichen UFO-Zwischenfällen veröffentlichte.

Fravor war zum Zeitpunkt des Vorfalls Kommandant einer Flugstaffel, die an einem Übungsmanöver vor der Küste San Diegos teilnahm. Während des Manövers ereilte ihn ein Funkspruch, dass man mehrere unidentifizierte Flugobjekte ausgemacht habe, die aufsteigen. Also machte sich Fravor in seiner Boeing F/A-18 Super Hornet auf den Weg, um die unbekannten Objekte zu identifizieren.

"Nicht von dieser Erde"

Als er sich näherte, konnte er ein fliegendes Objekt erkennen, welches sich über dem Ozean bewegte. "Ein weißes Tic Tac, etwa dieselbe Größe wie meine Hornet, zirka 40 Fuß lang (das entspricht etwa 12 Metern, Anmerkung) und ohne Flügel. Es hing einfach über dem Wasser."

Anschließend näherte und "beschleunigte es und verschwand wieder. Schneller, als alles was ich je gesehen habe. Wir kehrten um zu der Stelle und dort war nichts mehr. Nur blaues Wasser."

Gefragt über die Herkunft des Objekts, zeigt sich Fravor auch dreizehn Jahre nach dem Vorfall noch unmissverständlich: "Etwas, das nicht von dieser Erde war."

Fravor flog anschließend wieder auf die USS Nimitz zurück, während eine andere Besatzung abhob, um das mögliche UFO weiter zu suchen. Dieser gelang es für die Dauer einer Minute, das Objekt zu verfolgen, und konnte ein Video von der Begegnung aufzeichnen.

Vorfall wurde belächelt

In der Navy interessierte man sich danach nur noch wenig für den Fall. Fravors Geschichte wurde nicht ernst genommen und er wurde für sein Erlebnis belächelt.

Nach seinem Ausscheiden aus der Navy im Jahr 2006 sprach er deshalb nur noch mit wenigen Menschen über sein Erlebnis. Es ist deshalb frustrierend für Fravor, der sich selbst als Vorzeigesoldat beschreibt, dass erst jetzt darüber gesprochen werde und nicht schon 2004.

Für ihn ist klar, dass eine Aufklärung des Vorfalls vor allem im Interesse der Wissenschaft liegt: "Das ist eine revolutionäre Technologie. Denkt darüber nach, welche Vorteile sie für die Menschheit bringen könnte."