Die Opfer kamen aus der ganzen Welt

Letzter Ausweg: Ein Mann stürzt sich Hunderte Meter in die Tiefe.
Foto: ap

Der Terrorangriff der El-Kaida-Fanatiker fordert an diesem sonnigen Dienstag vor zehn Jahren fast 3000 Todesopfer.

Das verstörende Bild des Mannes, der sich aus dem brennenden World Trade Center in den sicheren Tod stürzt, geht am 11. September 2001 um die Welt: Er fällt kerzengerade, ein Bein ist leicht angezogen, die Arme hat er auf dem Rücken verschränkt. Er zeigt kein erkennbares Anzeichen von Panik - inmitten von Chaos, Brutalität und unfassbarem Leid hat er eine letzte autonome Entscheidung über sein Leben gefällt.

Der Mann ist nur einer von etwa 200 Menschen, die nach dem Einschlag der beiden entführten Flugzeuge keinen anderen Ausweg sehen, dem Flammeninferno zu entkommen. Sie springen in die Tiefe, teilweise Hand in Hand.

Der Terrorangriff der El-Kaida-Fanatiker fordert an diesem sonnigen Dienstag vor zehn Jahren fast 3000 Todesopfer. Bis zu 2823 Menschen - die genaue Zahl steht bis heute nicht fest, weil in vielen Fällen keine Identifizierung mehr möglich war - sterben am Ground Zero in New York, darunter die Passagiere der beiden Flugzeuge und die Besatzungsmitglieder; 343 Feuerwehrleute, 60 Polizisten und acht Sanitäter, die Menschen aus den oberen Stockwerken der brennenden Türme retten wollten. Etwa 18.000 Personen können das World Trade Center noch rechtzeitig vor dem Einsturz verlassen.

Unter den Toten sind auch neun Kinder und Jugendliche zwischen zwei und 18 Jahren, weitere 3200 werden an diesem Tag zu Halb- oder Vollwaisen.

Todesflug 93

Der Angriff auf das Pentagon in Washington fordert 184 Menschenleben. Bei Shanksville im Bundesstaat Pennsylvania bringen die Passagiere des Todesfluges 93 die entführte Maschine selbst zum Absturz, um einen weiteren Anschlag zu verhindern. Sie haben über Mobiltelefon von den Ereignissen in New York und Washington erfahren und attackieren die Extremisten mit Todesmut.

Die Statistik zeigt das weltumspannende Ausmaß der Anschläge: Jeder fünfte Amerikaner kennt oder kannte einen der Toten oder Verletzten. Die 372 umgekommenen Ausländer kamen aus 115 verschiedenen Ländern.

(kurier) Erstellt am
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