Die amerikanischen Helden sind unvergessen

9/11-Helfer: Hunderte kamen ums Leben und werden bis heute geehrt.
Foto: rts

Auch zehn Jahre danach sind Heldentaten die am 11. September geleistet wurden, in den USA unvergessen.

Am 11. September 2001 raste Feuerwehrmann David Fontana an seinem achten Hochzeitstag zum rauchenden World Trade Center. Er sollte nie mehr heimkehren.
"Ich liebe dich", sagte Jeremy Glick seiner Frau Lyzbeth per Telefon aus einem der entführten Flugzeuge. Wenig später stürzte United Airlines Flug 93 auf einem Feld in Pennsylvania ab. Glick und andere Passagiere hatten versucht, die Terroristen zu überwältigen.

Madeline Amy Sweeney war Stewardess an Bord des ersten Flugzeugs, das in die Zwillingstürme donnerte. Trotz des Chaos an Bord blieb sie bis zuletzt ruhig und gab heimlich wichtige Details über die Angreifer ans Bodenpersonal weiter. Ihre beiden kleinen Kinder mussten ohne Mutter aufwachsen.

Auch zehn Jahre danach sind Heldentaten wie die von Fontana, Glick und Sweeney in den USA unvergessen. Ganz im Gegenteil. Auf zahllosen Internetseiten werden sie geehrt. In ihrem Namen wurden Organisationen gegründet und sogar Preise verliehen.

Ehrungen

"An diesem Tag half Jeremy unzählige Leben zu retten, indem er Charakter, Mut und Ehre bewies - er ist ein amerikanischer Held", steht auf der Webseite von "Jeremy's Heroes" , einer nach Glick benannten Nonprofit-Organisation für unterprivilegierte Kinder.

Aber in einem Land, dessen Wunden noch immer nicht voll verheilt sind, befinden sich auf der Liste der Helden auch weniger offensichtliche Namen.

Zum Beispiel Roselle: Die Blindenhündin rettete ihrem Herrchen Michael Hingson das Leben. Sie befanden sich im 78. Stock des Nordturms, als das erste Flugzeug knapp 15 Stockwerke über ihnen im Wolkenkratzer einschlug. Hingson hörte ein lautes Krachen und spürte, wie sich das gewaltige Gebäude zur Seite neigte. Mit Roselle als Stütze gelang es ihm, dem Inferno zu entkommen. Ihr gefahrvoller Weg ins Freie ist kürzlich sogar als Buch erschienen: "Held auf vier Pfoten". - "Gemeinsam haben wir es geschafft," sagt Hingson dem KURIER.

(kurier / Veronika Oleksyn, Washington) Erstellt am
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