Chronik | Welt
10.08.2017

Eingerauchter Lokführer steuerte Güterzug

Die Polizei ermittelt gegen den 40-Jährigen, der sich nach einem Rangiervorgang einen Joint angezündet haben soll.

Unter Drogeneinfluss soll ein Lokführer in Hamburg 40 Güterwaggons mit einem Gesamtgewicht von 3.800 Tonnen rangiert haben. Ein Zeuge bemerkte, dass der 40-Jährige kurz nach dem Rangiervorgang auf einem Firmengelände eine stark nach Marihuana riechende Zigarette rauchte, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der Zeuge benachrichtigte die Firmenleitung, die dann die Polizei verständigte.

Erste Ermittlungen ergaben, dass der Lokführer beim vorherigen Rangieren ein Haltesignal übersehen hatte und der letzte Waggon fast gegen einen Prellbock gefahren wäre. Bei dem Mann fanden die Polizisten eine kleine Menge Marihuana.

Nach einem positiven Drogenschnelltest musste sich der Lokführer Blut abnehmen lassen. Gegen ihn wird nun wegen Verdachts der Gefährdung des Bahnverkehrs und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.