Chronik | Welt
25.01.2018

Brand in Benediktiner-Abtei: Mönche gerettet

Mit seinen mittelalterlichen Mauern diente das Kloster im Piemont als Vorlage für Umberto Ecos Roman "Der Name der Rose".

Das Dach der "Sacra di San Michele" ("Heiligtum des heiligen Michael"), früher eine Abtei des Benediktinerordens im norditalienischen Susatal bei Turin, ist am Mittwochabend in Brand geraten. Die Rosminianer-Mönche, die darin lebten, mussten die Abtei verlassen. Mit ihren mittelalterlichen Mauern diente die Abtei als Vorlage für den berühmten Roman "Der Name der Rose" von Umberto Eco.

Ein Kurzschluss könnte den Brand ausgelöst haben, berichteten italienische Medien. Am Dach waren Renovierungsarbeiten im Gang gewesen. Die Feuerwehrmannschaften, die den Brand löschten, sprachen von beträchtlichen Schäden, auch wenn keine Werke von historischem oder künstlerischem Interesse betroffen waren.

Bedeutende Station für Pilger

Die Benediktinerabtei wurde im Jahr 983 gegründet. Sie war eine wichtige Etappe für die Pilger, die auf der Via Francigena, dem Frankenweg, vom Nordwesten Europas über die Alpen in Richtung Rom und weiter nach Jerusalem zogen. Mit seiner exponierten Lage und burgartigen Bauweise erinnert das Kloster an andere mittelalterliche Michaelskirchen und -klöster, etwa an Le Mont-Saint-Michel in der Normandie. Seit 1995 ist die "Sacra di San Michele" das offizielle Symbolmonument der norditalienischen Region Piemont.