Chronik | Welt
18.08.2017

Bombe aus dem Vietnam-Krieg tötete sechs Menschen

Bei den Opfern handelt es sich um eine Familie, darunter drei Kinder. Seit Kriegesende wurden rund 100.000 Vietnamesen durch Bomben, Minen und andere Kriegsrelikte getötet.

Mehr als 40 Jahre nach Ende des Vietnamkriegs hat die Explosion einer Bombe aus der Zeit sechs Mitglieder einer einzigen Familie getötet. Unter den Toten waren nach Angaben der Behörden auch drei Kinder. Die Bombe detonierte demnach am Freitag in dem Dorf Ta Luong im Süden Vietnams.

Zwei weitere Angehörige wurden schwer verletzt. Einer davon schwebt noch in Lebensgefahr. Es war das schlimmste solche Unglück der vergangenen Jahre.

Die Behörden vermuten, dass jemand aus der Familie die Bombe gefunden hatte und dann versuchte, sie zu entschärfen, um sie weiterzuverkaufen. In Vietnam gibt es dafür einen bedeutenden Markt - sowohl das Metall als auch der Sprengstoff werden gehandelt. Oft wird Dynamit verwendet, um damit zu fischen.

Die Bombe detonierte etwa 30 Kilometer entfernt vom früheren US-Stützpunkt Cam Ranh, einem der größten US-Stützpunkte während des Krieges. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden seit Kriegsende 1975 mehr als 100.000 Vietnamesen von Minen, Bomben oder sonstige militärischen Überbleibseln getötet.

Im Vietnamkrieg von 1955 bis 1975 kämpften die Kommunisten von Revolutionsführer Ho Chi Minh im Norden gegen das von den USA gestützte Regime im Süden. Die Kommunisten siegten 1975.