Chronik | Welt
10.08.2017

Bombe nahe Akw-Ruine Fukushima entdeckt

Wegen eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg wurden Teile des Areals abgesperrt.

Auf dem Gelände des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima haben Bauarbeiter am Donnerstag einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Nach Angaben eines Sprechers des Betreibers Tepco wurde nach dem Fund der 85 Zentimeter großen Bombe umgehend die Polizei eingeschaltet.

Die Bauarbeiten an einem Parkplatz, bei denen die Bombe gefunden wurde, wurden gestoppt und das knapp einen Kilometer von den Atomreaktoren entfernte Areal abgesperrt. Die Arbeiten zur Stilllegung der Reaktoren gingen jedoch weiter.

In der Nähe des AKW-Geländes befand sich während des Zweiten Weltkriegs ein Militärflughafen, und das Gebiet war regelmäßig Ziel von US-Bombenangriffen. In Fukushima ereignete sich nach einem schweren Erdbeben und einem Tsunami im März 2011 das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe 1986. Tepco und die Regierung schätzen, dass sie rund 40 Jahre brauchen werden, um die Schäden zu beheben.