Kontrollen auf dem Flughafen

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Angst vor Ebola
10/22/2014

USA verschärfen Einreise-Bestimmungen

Auf zahlreichen europäischen Flughäfen gibt es bereits Ebola-Kontrollen - ihr Sinn ist umstritten.

Aus Furcht vor einer Ausbreitung von Ebola verschärfen die USA die Einreise-Bestimmungen für Flugpassagiere aus den besonders stark betroffenen Ländern in Westafrika. Reisende aus Liberia, Sierra Leone und Guinea dürfen demnach künftig nur über fünf große Flughäfen - unter anderem in New York und Washington - in die USA einreisen. Das erklärte das Heimatschutzministerium am Dienstag.

Dort werde bei ihnen Fieber gemessen, das auf eine Ebola-Infektion hindeuten könnte. In der Praxis dürfte die neue Regelung geringe Auswirkungen auf den Flugverkehr haben: Rund 94 Prozent aller Reisenden aus dem Ebola-Gebiet landen dem Ministerium zufolge ohnehin auf den ausgewiesenen Airports.

Die Maßnahme bleibt hinter dem von einigen Politikern in Washington geforderten Einreiseverbot zurück. Einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage von Reuters/Ipsos zufolge wollen fast drei Viertel der Amerikaner Passagierflüge zwischen den USA und den drei von Ebola besonders stark betroffenen Ländern ganz verbieten lassen. Einen vergleichbaren Schritt ging am Dienstag die Dominikanische Republik: Passagiere, die in den vergangenen 30 Tagen im Ebola-Gebiet waren, werde künftig die Einreise verweigert, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Epidemie in Westafrika

Seit dem Ausbruch der Epidemie sind laut WHO mehr als 9000 Kranke in Guinea, Liberia und Sierra Leone gemeldet worden, von denen rund die Hälfte an der Krankheit gestorben ist. Die Seuche wurde in die USA, nach Spanien, Nigeria und in den Senegal eingeschleppt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte Senegal und Nigeria inzwischen aber wieder für Ebola-frei.

Kontrollen auch am Londoner Flughafen Gatwick

Am Londoner Flughafen Gatwick müssen sich Ankömmlinge aus Westafrika seit Dienstag ebenfalls Ebola-Kontrollen unterziehen. Passagiere von Flügen aus den von dem tödlichen Virus betroffenen Ländern Sierra Leone, Guinea und Liberia werden zu ihren Reisedaten und ihrer Gesundheit befragt. Außerdem wird ihre Temperatur gemessen.

An Europas größtem Flughafen London Heathrow hatten die Ebola-Screenings bereits in der vergangenen Woche begonnen. Auch in Manchester und Birmingham will die britische Regierung die Kontrollen einführen. Ihr Sinn ist umstritten, auch weil der Zeitraum zwischen einer Ebola-Infektion und dem Auftreten von Symptomen sehr lang ist.

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