Ein Bernsteinsucher im Glück:
Phosphor sieht genauso aus, ist hoch giftig und brennbar

© APA/dpa-Zentralbild/Stefan Sauer

Nord-/Ostsee
06/18/2016

Angeblicher Bernstein ist gefährlicher Phosphor

Sieht aus wie Bernstein. Ist aber Gift aus dem zweiten Weltkrieg.

An den Stränden von Nord- und Ostsee wird derzeit immer wieder angeblicher "Bernstein" gefunden. Doch es handelt sich um gefährlichen weißen Phosphor von Brandbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Polizei warnt Urlauber vor schweren Verbrennungen. Denn die Brandbomben auf dem Meeresgrund haben begonnen zu rosten und setzen jetzt das giftige Material frei. Besonders betroffen ist die Insel Usedom in der Pommerschen Bucht.

Die Phosphorstücke sind von Bernstein optisch praktisch nicht zu unterscheiden. Nur: Bernstein lässt sich in solchen Stücken gar nicht mehr finden. Der sogenannte weiße Phosphor entzündet sich bei ca. 30 Grad Celsius und kann Menschen schwer verletzen.

"Die Verletzungen sind äußerst schmerzhaft, der Heilungsprozess ist sehr lang, weil Gewebe entfernt werden muss," sagt Oliver Kinast vom Kampfmittelräumdienst des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein. Phosphor brennt sich mit gleißender Flamme durch die Haut. Und solange er Kontakt zu Sauerstoff hat, brennt er weiter. Löschen lässt sich Phosphor am besten durch Sand.

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