Agnelli-Enkel soll seine Entführung auf einer Party inszeniert haben

Fiat-Erbe Lapo Elkann, 39 © Bild: REUTERS/© Danny Moloshok

Fiat-Erbe Lapo Elkann wurde in New York kurzfristig festgenommen.

Der Fiat-Erbe und Agnelli-Enkel Lapo Elkann, 39, ein Lebemann und Frauenschwarm, wurde am Wochenende in New York kurzfristig festgenommen. Der Vorwurf: Er soll seine eigene Entführung inszeniert haben, um 10.000 Dollar von seiner Familie zu erpressen.

Verschiedenste Zeitungen berichten, dass er offenbar zwei Tage lang in einer Wohnung in Manhattan gefeiert habe, bis ihm nach ausgiebigem Alkohol- und Drogenkonsum das Geld ausgegangen sei. New York Daily News berichtet, dass eine 29-jährige Transgender-Escort bei ihm gewesen sei: Die Frau habe sich bereit erklärt, Geld für neue Drogen auszulegen. Um das Geld zurückgeben zu können, habe Elkann beschlossen, seine eigene Entführung vorzutäuschen. Er habe seine Familie angerufen, dass er sich in der Gewalt einer Frau befinde, die ihm wehtun werde, wenn die Familie nicht umgehend 10.000 Dollar zur Verfügung stelle. Eine Mitglied des Agnelli-Clans wandte sich daraufhin an die Polizei, die eine Geldübergabe inszenierte und Elkann und seine Begleiterin festnahm.

Lapo Elkann, der Lieblingsenkel des italienischen Industriellen Gianni Agnelli (2003) war eine Zeit lang für das Marketing von Fiat, Alfa Romeo und Lancia zuständig. Im Jahr 2005 wurde er von einer Bekannten im Drogenrausch in die Notaufnahme eines Turiner Krankenhauses gebracht, laut Repubblica war er nach einem Mix aus Opium, Kokain und Heroin kollabiert. Kurz danach trat er von allen Posten bei Fiat zurück.

( Agenturen , kurier.at , sb ) Erstellt am 29.11.2016