Chronik | Welt
04.07.2018

76-jähriger Japaner starb bei Kletterversuch am Ayers Rock

Australien will Besteigen des weltberühmten Monolithen Uluru im kommenden Jahr verbieten.

Ein japanischer Tourist ist bei dem Versuch, den weltberühmten Monolithen Uluru in Australien zu besteigen, ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte hätten auf einen Notruf an dem auch als Ayers Rock bekannten Monolithen in der zentralaustralischen Wüste reagiert, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der 76-jährige Tourist sei aber noch vor Ort für tot erklärt worden.

Das Unglück ereignete sich demnach am Dienstagnachmittag. "Derzeit gehen wir nicht davon aus, dass der Fall in irgendeiner Weise verdächtig ist", sagte der ranghohe Polizeibeamte des Bundesstaates Northern Territory, Shaun Gill, vor Journalisten.

Die Aborigine-Ureinwohner, denen der rote Fels im australischen Outback heilig ist, bitten Besucher, nicht auf den Uluru zu klettern. Ein offizielles Verbot soll im Oktober 2019 in Kraft treten.

Der Uluru wird jedes Jahr von rund 300.000 Touristen besucht. Einige von ihnen sehen das Erklettern des 348 Meter hohen Monolithen trotz der Bitte der Ureinwohner als Muss bei einem Besuch in Australien an. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Kletterer aber Berichten zufolge deutlich gesunken. Seit den 50er-Jahren sind mindestens 36 Menschen beim Erklettern des Uluru umgekommen.