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© REUTERS/STRINGER

Asien
06/01/2016

40 tote Tigerbabys in umstrittenem Tempel in Thailand gefunden

Kritiker vermuten illegalen Handel mit bedrohten Arten.

Im umstrittenen Tiger-Tempel in Thailand sind 40 tote Tigerbabys gefunden worden. Die toten Jungtiere wurden bei einem Einsatz zur Rettung ausgewachsener Tiger aus dem Wat-Pha-Luang-Ta-Bua-Tempel in einer Kühltruhe entdeckt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Tiger seien im Alter von ein oder zwei Tagen verendet, sagte der Polizeibeamte Bandith Meungsukhum.

Wie lange sie schon tot sind, ist demnach noch unklar. Die Behörden wollen nun Anzeige gegen die Verantwortlichen des Tempels erstatten. Laut dem stellvertretenden Leiter der Naturschutzbehörde, Adisorn Noochdumrong, hatte der Tempel keine Genehmigung, um die Kadaver aufzubewahren. Seinen Angaben zufolge hatte ein Tierpfleger die Beamten der Naturschutzbehörde auf die tiefgefrorenen Tigerbabys aufmerksam gemacht, die er nach eigenen Angaben nach ihrem Tod in die Kühltruhe legen musste.

Nach Angaben des Tempels kommen Tigerjunge häufig tot zur Welt oder sterben kurz nach der Geburt. In früheren Jahren seien die verendeten Tigerbabys verbrannt worden, erklärte der Tempel auf seiner Facebook-Seite. Seit 2010 würden die Kadaver aber in Gläsern eingelegt oder tiefgefroren - eine Begründung dafür wurde in der Stellungnahme allerdings nicht genannt.

Nach Angaben des Tierschützers Edwin Wiek, der sich seit Jahren für eine Schließung des Tempels einsetzt, wurden die sterblichen Überreste möglicherweise aufbewahrt, um sie für religiöse Zeremonien zu nutzen.

Der Wat-Pha-Luang-Ta-Bua-Tempel in Kanchanaburi im Westen Thailands war jahrelang ein Touristenmagnet. Vor allem ausländische Besucher strömten in die Anlage buddhistischer Mönche, um Tiger zu streicheln und mit den gefährlichen Tieren vor der Kamera zu posieren. Bei Tierschützern stand der Tempel schon seit langem in der Kritik. Sie kritisierten vor allem die aus ihrer Sicht nicht artgerechte Haltung der Tiger.

Tierschützer hatten den Mönchen auch immer wieder vorgeworfen, sich am illegalen Tierhandel zu bereichern. So hätten die Mönche ältere Tiere, die nicht mehr für den "Kuschelzoo" taugten, verkauft, damit diese für die Herstellung traditioneller chinesischer Medizin getötet werden könnten. Der Tempel wies die Vorwürfe stets zurück.

Am Montag schritten dann auch die thailändischen Behörden ein. Ausgestattet mit einem Gerichtsbeschluss transportierten Beamte bisher 45 Tiger ab, um sie in ein nahegelegenes Schutzgebiet zu bringen:

THAILAND-ANIMAL-RELIGION-TIGERS

A turist poses next to a tiger before officials st

A sedated tiger is stretchered as officials start

THAILAND-ANIMAL-RELIGION-TIGERS

A sedated tiger is stretchered as officials start

THAILAND-ANIMAL-RELIGION-TIGERS

A sedated tiger is stretchered as officials start

FILE - In this Feb, 12, 2015 file photo a Thai Bud…

THAILAND TIGER ZOO

A tiger yawns before the officials start moving th

Officials prepare weapons with a sedation as they

In this photo provided by the Wildlife Friends Fou…

A Buddhist monk walks past a tiger before official

A sedated tiger is stretchered as officials start

In this photo provided by the Wildlife Friends Fou…

In this photo provided by the Wildlife Friends Fou…

A sedated tiger is stretchered as officials start

Officials try to lead a tiger into a cage as they

A sedated tiger is seen in a cage as officials sta

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