Der firedliche Protest in Louisville

© REUTERS/BRYAN WOOLSTON

Chronik Welt
06/28/2020

USA: Rechte Patrioten erschießen Mann bei Anti-Rassismus-Demo

In Louisville, Kentucky, herrscht Entsetzen. Bewaffnete "Rechte Patrioten" störten friedliche Kundgebung. Ein Mann starb.

Bei einer Schießerei in Louisville im US-Staat Kentucky ist am späten Samstagabend ein Mann ums Leben gekommen. Eine weitere Person wurde verletzt, teilte die örtliche Polizei mit. Die Schießerei ereignete sich im Jefferson Square Park, der zu einem Zentrum für Proteste gegen die Erschießung einer Afroamerikanerin durch die Polizei ihrer Wohnung im März geworden ist.


Erste Berichte über die Schießerei im Park sind der Polizei zufolge um 21.00 Uhr (Ortszeit) eingegangen. Die Polizei habe den Park geräumt, die Mordkommission ermittle. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Der Bürgermeister von Louisville, Greg Fischer, teilte in einem Tweet mit: „Es ist eine Tragödie, dass dieses Gebiet des friedlichen Protests nun ein Tatort ist.“

Bewaffnete Patrioten

Im Vorfeld der Demo hatte der Bürgermeister rechte Gegendemonstranten aufgefordert, sich vom Park fernzuhalten. Zuvor hatte die Lokalzeitung "Louisville Courier Journal" berichtet, dass "bewaffnete Patrioten-Gruppen" vorhätten, den Anti-Rassismus-Demonstranten entgegenzutreten.


Der Park war ein Zentrum für Proteste gegen die Erschießung von Breonna Taylor. Die 26-jährige Notfallsanitäterin wurde am 13. März durch mehrere Schüsse getötet, nachdem Drogenermittler mit einem Haftbefehl in ihre Wohnung eingedrungen waren.