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Chronik Vorrang
12/05/2011

Schulweg: Verkehrspolizisten warnen vor Abkürzungen

Wolfgang Schererbauer von der Verkehrspolizei hat einen Schulweg in Wien-Floridsdorf genauer unter die Lupe genommen.

Die Hinweistafeln in Signalfarben kündigen den Schulweg schon von weitem an. Auch die Zebrastreifen und Ampelanlagen garantieren den Volks- und Hauptschülern der Paul Grüninger Schule in Wien-Floridsdorf ein sicheres Übersetzen der Hanreitergasse, um zum Schulgebäude zu gelangen. Und doch kommt es auch an relativ gut gesicherten Schulwegen wie hier regelmäßig zu gefährlichen Situationen.

Für die KURIER-Sicherheitsaktion "Vorrang für Kinder" hat Wolfgang Schererbauer von der Verkehrspolizei den Schulweg deshalb genauer unter die Lupe genommen.

Sicherheitszaun

"Der Weg vom Bus der Linie 32A zur Schule ist durch eine Ampelanlage geregelt und für alle Verkehrsteilnehmer optimal überblickbar", sagt der Verkehrsexperte. Auch der Sicherheitszaun zwischen Schuleingang und Fahrbahn sorgt für Wohlwollen bei dem Polizisten: "Dann laufen die Schüler nicht direkt auf die Straße", sagt Schererbauer.
Selbst die Tempo 30 Zone in der Hanreitergasse wird von den Autofahrern größtenteils beachtet. "Wir haben in einer Stunde nur zwei Verstöße festgestellt", sagt ein Kollege von Schererbauer, der den Morgenverkehr am vergangenen Freitag mit der Laserpistole im Auge behielt. "Und auch diese Fahrer waren nur geringfügig zu schnell unterwegs."

Abkürzung

Und doch weiß die Direktion der Paul Grüninger Schule über zahlreiche - Gott sei Dank - kleinere Unfälle vor ihrem Gebäude zu berichten. Auch die 30-jährige Ksenia Akkermann bringt ihren achtjährigen Sohn Raffael täglich selbst zur Schule. "Der Schulweg ist zwar gut gesichert, aber viele Kinder kürzen den Weg ab - und dann wird es gefährlich", sagt sie.
Wolfgang Schererbauer sieht das ganz ähnlich: "Der Sicherheitszaun vor der Schule ist zwar sehr gut. Aber er hört nicht beim Zebrastreifen auf, sondern schon weit davor." Was das für die Sicherheit bedeutet, demonstrierten am Freitag gleich mehrere Kinder, die fernab des Schutzweges über die Fahrbahn liefen.

Die Schule fordert daher einen Zebrastreifen auch an den Enden des Schutzzaunes. Verkehrspolizist Schererbauer unterstützt das zwar. "Das Wichtigste ist aber die Vorbildwirkung der Eltern. Schauen sie einmal, wie viele Eltern mit ihren Kindern an den ungesicherten Stellen über die Straße gehen", sagt Schererbauer und ist überzeugt: "Wenn das Kind alleine ist, überquert es die Straße ebenfalls an der ungesicherten Stelle."

Und noch etwas stößt dem Verkehrsexperten an diesem Morgen bitter auf: "Viele Eltern lassen ihr Kind auf der Fahrbahnseite aus dem Auto steigen. Das kann auch in einer Tempo 30 Zone tödlich enden, denn oft achten weder Eltern noch Kind auf den Verkehr", mahnt Schererbauer: "Bedenken sie, die Motorhaube ist bei Kindern immer auf Höhe der Organe."

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