Chronik | Vorrang
05.12.2011

KURIER machte Schutzweg vor Volksschule sicherer

KURIER-Leser lieferten zahlreiche Hinweise über unsichere Schutzwege in Wien.

Man darf sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Jeder Unfall ist einer zu viel", sagte Veronika Mickel, Bezirksvorsteherin von Wien-Josefstadt. Obwohl ihr Bezirk in Sachen Fußgängersicherheit als vorbildlich gilt, unterstützte Mickel am Dienstag die KURIER-Aktion "Vorrang für Kinder".

Mit den Chefs der Wiener Polizei, Gerhard Pürstl und Karl Mahrer, trat das Personen-Komitee der KURIER-Sicherheitsaktion zum frühmorgendlichen Lokalaugenschein vor der Volksschule in der Piaristengasse an. "Der Schutzweg in der Piaristengasse ist durch Zebrastreifen und Hinweistafeln gekennzeichnet und es gibt eine Fahrbahnanhebung", erklärte Polizist Gerhard Styrsky. Trotz der Vorkehrungen sichert die Polizei den Schutzweg ganzjährig. Styrsky: "Gerade bei Volksschülern kann man Bewusstsein für Gefahren schaffen."

"Möglichst viele Menschen aufmerksam zu machen", ist das Ziel von Erwin Hameseder, Präsident des Kuratoriums Sicheres Österreich (KSÖ). "Viele Autofahrer sind einfach noch nicht so weit", sagte KSÖ-Sekretär Christian Kunstmann und verweist auf die vom KURIER veranlassten Tempomessungen der Polizei am Montag. 174 Schnellfahrer wurden dabei am Vormittag vor Wiens Schulen gestoppt.

Hinweise

Mit einem herzlichen Dankeschön wendet sich deshalb KURIER-Geschäftsführer Thomas Kralinger an die Leser: "Es sind zahlreiche Hinweise über unsichere Schutzwege eingegangen, auf die wir die Polizei aufmerksam machen", sagte Kralinger und appellierte, weitere Gefahrenstellen mit Name und Adresse an folgende Adresse zu schicken:
vorrangkinder@kurier.at

Anregungen kamen am Dienstag auch von den Eltern. So war Katharina Brand über die Polizeipräsenz in der Piaristengasse zwar erfreut, "doch es gibt keinen geeigneten Platz, Kinder aus dem Auto steigen zu lassen."

Eduard Hacker, Verkehrssprecher der Josefstadt, räumte auf KURIER-Nachfrage ein, dass "die baulichen Beschaffenheiten leider nicht optimal für das Ein- und Aussteigen sind." Bauliche Maßnahmen will Hacker keine setzen: "Wir ermutigen die Eltern, ihre Kinder mithilfe öffentlicher Verkehrsmittel zur Schule zu bringen", sagte er.