ÖAMTC-Pannenfahrer Manfred Mirwald, Aktion Hitze-Hero

© Katharina Zach

Hitzehero, Woche 3
08/19/2013

Pannenfahrer als rettender Engel unterwegs

Manfred Mirwald ist als ÖAMTC-Pannenfahrer gerade an brütend heißen Tagen gefordert.

Bei knapp 40 Grad knallt die Sonne vom Himmel. Da machen nicht nur die Menschen, sondern auch die Fahrzeuge schon mal schlapp.

Hier kommt Manfred Mirwald ins Spiel. Der 42-jährige ist Pannenfahrer beim ÖAMTC und hat erst kürzlich drei Kleinkinder aus glühenden Autos gerettet. Bei Hitze, besonders in der Ferienzeit, jagt eine Panne die nächste. „Da haben wir Einsätze en masse“, weiß Mirwald aus Erfahrung. Rund 20 Mal pro Tag muss er zu Pannen ausrücken, etwa 50 Prozent davon führen auf die Autobahn.

„Es gibt drei Faktoren, die unseren Job heiß machen“, erklärt er. „Der Motor strahlt 90 bis 100 Grad ab, der Asphalt reflektiert noch mehr Hitze und dann scheint noch die Sonne auf den Rücken.“ Sommerliche Kleidung? Fehlanzeige. „Wir müssen lange Hosen tragen“, erklärt Mirwald. Auch Stahlkappenschuhe gehören zur Dienstkleidung. Aus Sicherheitsgründen.

Zehn-Stunden-Schicht

Glücklicherweise, so Mirwald, würde es mittlerweile Klimaanlagen in den Fahrzeugen geben, die den Dienst erträglicher machen. Der 42-Jährige weiß wovon er spricht. „Ohne Klima, da habe ich einmal einen Kollaps auf der Autobahn gehabt“, erinnert er sich an einen ebenfalls heißen Sommer. Nicht ungefährlich. Trotzdem sind die Zehn-Stunden-Schichten für den Kreislauf sehr belastend. „Das ständige aus- und einsteigen gibt dir die Watsch’n“, lacht Mirwald.

Um den Tag gut zu überstehen, sei es daher wichtig, viel zu trinken. Kollegen würden die Pause auch dazu nutzen, sich am Stützpunkt unter der Dusche abzukühlen. „Die Zeit muss da sein, sonst haltet man’s nicht aus.“

Jede Minute zählt Trotzdem heißt es immer topfit sein. Denn bei manchen Einsätzen zählen Minuten. So auch als Mirwald innerhalb von zwei Wochen drei Kleinkinder aus brütend heißen Autos vor dem Hitzekollaps gerettet hat. Fünf Minuten, sagt er, nähme er sich Zeit, das Auto aufzukeilen und mit einem Draht den Schlüssel rauszufischen. Funktioniere das nicht, schlage er die Scheibe ein. „Fünf Minuten in einem heißen Auto sind die Hölle“, weiß der Lebensretter. Für seinen dreifachen Einsatz wurde Mirwald sogar von Landeshauptmann Erwin Pröll geehrt.

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