APA6955266 - 20022012 - ST. CHRISTOPH - ÖSTERREICH: ZU APA 133 CI - THEMENBILD - Illustration zum Thema "Lawinen, Lawinengefahr": Ein Lawinenwarnschild mit der Aufschrift "Lawinengefahr", aufgenommen am 14.03.2005 in St. Christoph, Arlberg (ARCHIVBILD). Die Risikobereitschaft der Skifahrer, im freien Gelände ihre Spuren zu ziehen, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. APA-FOTO: BARBARA GINDL

© APA/BARBARA GINDL

Mölltaler Gletscher
01/02/2015

Lawine erfasste zwölf Menschen

Alle konnten sich aus dem mehrere 100 Meter breiten Schneebrett befreien.

von Elisabeth Holzer

Die Lawinengefahr in Höhen ab 2000 Metern ist derzeit nicht zu unterschätzen: In Vorarlberg, Tirol und Salzburg gilt großteils Stufe 3 auf der fünfteiligen Skala, also erhebliche Gefahr. In Kärnten ist erst die Warnstufe 2 erreicht, doch gerade dort kam es gestern Mittag beinahe zu einer Tragödie: Auf dem Mölltaler Gletscher ging ein 100 Meter breites Schneebrett ab, das zwölf Skifahrer und Snowboarder mitriss.

Die ersten Meldungen des Roten Kreuz und anderer Einsatzorganisationen ließen das Schlimmste befürchten: Bis zu 15 Menschen sollen verschüttet worden sein, nur sechs hätten sich befreien können. Kurz vor zwölf Uhr ging die Lawine auf etwa 3000 Meter Höhe ab: Sie soll von drei Skifahrern ausgelöst worden sein, die wie die Opfer im ungesicherten Gelände unterwegs waren. Vier Rettungshubschrauber waren unterwegs, ebenso Alpinpolizei und Bergretter.

Freitagnachmittag gab die Polizei dann vorläufig Entwarnung. Zwölf Menschen seien von dem Schneebrett erfasst worden, schildert e Sprecher Rainer Dionisio: Elf von ihnen teilweise, ein Skifahrer jedoch völlig. Doch alle Betroffenen konnten sich selbstständig aus dem Schnee befreien.

Die Opferbilanz ist dadurch weit weniger schlimm als befürchtet: Es gab laut Dionisio nur drei Leichtverletzte. Gestern Nachmittag lag auch keine weitere Vermisstenmeldung vor. Dennoch wurde bis in die Abendstunden am Lawinenkegel weitergesucht. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich weitere Opfer unter dem Schnee befänden, begründete Dionisio: Oftmals gingen Vermisstenmeldungen erst Abends ein, wenn Gäste nicht in die Quartiere zurückkehren. In der Saison 2013/14 kamen übrigens elf Menschen bei Lawinenunglücken in Österreich ums Leben.

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