(Symbolbild)

© apa

OÖ/Tirol
03/19/2013

Zwei Drogenringe gesprengt

Polizei gelingt Schlag gegen Suchtgifthändler.

Der Tiroler und der oberösterreichischen Polizei sind am Dienstag zwei Schläge gegen Drogenringe gelungen. Im Tiroler Oberland wurden drei Verdächtige in U-Haft genommen, zwei weitere wurden auf freiem Fuß angezeigt. Das Quintett soll Suchtgift im Wert von 250.000 Euro umgesetzt haben.

Die vier Tiroler und ein Deutscher im Alter zwischen 18 und 29 Jahren sollen mit Cannabis sowie Kokain gehandelt haben. Belegt sei durch Zeugenaussagen der Verkauf und der Handel von 1,5 bis zwei Kilogramm Cannabis pro Woche von September 2012 bis Mitte Februar 2013. Dies entspricht einem Zeitraum von 24 Wochen und damit einer Gesamtmenge von mindestens 36 bis 48 Kilogramm, berechneten die Beamten.

Im selben Zeitraum wurde mit 50 bis 100 Gramm Kokain pro Woche gehandelt. Dies entspricht einer Gesamtmenge von 1,2 bis 2,4 Kilogramm.

Die Tatverdächtigen erwarben das Suchtmittel laut Polizei im Raum Innsbruck und verkauften es im Bezirk Imst und teilweise auch im Bezirk Landeck. Die Ermittler gingen von "zumindest" 220 Endabnehmern aus. Bei den Hausdurchsuchungen wurden 0,3 Kilogramm Cannabis, etwas Kokain und Bargeld in der Höhe von 1.200 Euro sichergestellt.

Schwunghafter Drogenhandel in Linz

In Linz hat eine Sonderkommission, bestehend aus Kriminalisten des Stadtpolizeikommandos Linz und des Landeskriminalamts Oberösterreich, ebenfalls einen Drogenring ausgehoben. Elf Personen wurden verhaftet. Ihnen wird ein seit mindestens einem Jahr bestehender, schwunghafter Handel vorgeworfen. Das teilte die Polizei Pressestelle am Dienstag mit.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um zehn Afrikaner aus Nigeria, Ghana, Mali, dem Sudan und Gambia im Alter zwischen 20 und 40 Jahren sowie eine 34-jährige Österreicherin. Die Bande soll Drogen im großen Stil von Spanien nach Linz geschmuggelt haben. Auch in Wien sollen sich die elf Drogen für den Verkauf in der oberösterreichischen Landeshauptstadt beschafft haben. Sie mieteten für den Vertrieb mehrere Wohnungen an, wo sie sowohl die Drogen gebunkert als auch an die mindestens 300 teils jugendlichen Abnehmer verkauft haben sollen. Überdies besteht der Verdacht, dass die Bandenmitglieder mehrere Einbrüche in Linz begangen haben.

In einer Polizeigroßaktion wurde die elf Verdächtigen festgenommen. Dabei wurden rund 3,5 Kilogramm Marihuana, größere Mengen Drogengeld, 15 hochwertige Laptops, vier Computer, Bildschirme und Zubehör sichergestellt. Die Rechner sollen aus den Einbrüchen stammen sowie für verkauftes Marihuana in Zahlung genommen worden sein. Alle Verdächtigen wurden in die Justizanstalt Linz eingeliefert.

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