Zwei Bären und ein "Hund im Wolfspelz"

Entwarnung in Ferlach: der Streuner ist ein Tschechischer Wolfshund © Bild: /Privat

Fehlalarm: Wolfshund war in Ferlach unterwegs / DNA überführt indes Braunbären.

Tierisch geht es derzeit südlich von Klagenfurt zu: Wie aktuelle Ergebnisse von DNA-Analysen beweisen, fühlen sich dort sogar zwei Braunbären in Siedlungsnähe heimisch. Und ein Foto, das in derselben Region einen Wolf zeigen sollte, sorgte ebenfalls für Aufregung.

Am Bild ist ein durch ein Industriegebiet in Kirschentheuer bei Ferlach (Klagenfurt Land) streunendes Tier zu sehen – am helllichten Tag und mitten auf der Straße. Wildtierexperten gingen ursprünglich davon aus, dass es sich um einen Wolf handle, das Foto verbreitete sich rasch in den sozialen Medien. Donnerstagabend kam die Entwarnung. Der Besitzer eines Tschechischen Wolfshundes wurde auf die Online-Berichte aufmerksam und meldete sich beim Kärntner Wildbiologen Bernhard Gutleb. "Er gab an, dass es sich wohl um seinen Hund handle. Dieser streune gerne durch diese Gegend", erklärt Gutleb. Diese Hunderasse sei vom Wolf kaum zu unterscheiden.

Fakt ist indes, dass sich in der Umgebung der Landeshauptstadt seit Monaten zwei Braunbären wohl fühlen. Ursprünglich vermuteten die Experten ja, dass sich ein Tier immer wieder in Menschennähe wagte, Bienenstöcke plünderte und ein Kalb riss. "DNA-Analysen haben ergeben, dass es sich um zwei Bären handelt, die auf der Sattnitz und am Fuß der Karawanken Spuren hinterlassen haben", weiß Gutleb.

( kurier.at ) Erstellt am 21.07.2017