APA6955266 - 20022012 - ST. CHRISTOPH - ÖSTERREICH: ZU APA 133 CI - THEMENBILD - Illustration zum Thema "Lawinen, Lawinengefahr": Ein Lawinenwarnschild mit der Aufschrift "Lawinengefahr", aufgenommen am 14.03.2005 in St. Christoph, Arlberg (ARCHIVBILD). Die Risikobereitschaft der Skifahrer, im freien Gelände ihre Spuren zu ziehen, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. APA-FOTO: BARBARA GINDL

© APA/BARBARA GINDL

Salzburg
03/28/2013

Lawine forderte Toten und Verletzten

Trio wurde im Lungau von mächtiger Nassschneelawine erfasst.

Dramatische Szenen spielten sich Donnerstag nahe der Jakoberalm bei Zederhaus im Salzburger Lungau ab: Bei der Abfahrt vom Großen Mosermandl (2680 Meter) wurden drei Skitourengeher aus Salzburg und Bayern von einer mächtigen Nassschneelawine erfasst.

Der Wintersportler aus Bayern, der als letzter abfuhr, löste offenbar nach zwei, drei Schwüngen die Lawine aus, die das Trio 350 bis 400 Höhenmeter mitgerissen haben dürfte. Dem Mann gelang es noch, seinen Lawinenairbag zu aktivieren; er überstand den Abgang fast unverletzt.

Der Tourengeher konnte sich selbst befreien und einen 65-jährigen Salzburger Kameraden ausgraben. Der Mann wurde nach 40 Minuten aus den Schneemassen geborgen und mit schwerer Unterkühlung ins Spital geflogen. Sonst wurde er nicht gravierend verletzt – er hatte eine Atemhöhle. Der dritte Verunglückte, ein 70-Jähriger aus dem Salzburger Flachgau, dürfte beim Abgang der Lawine ums Leben gekommen sein. Er lag kaum verschüttet, aber tot auf dem Lawinenkegel, als er von seinem Begleiter erreicht wurde. Reanimationsversuche durch die Helfer blieben letztlich erfolglos.

„Mäßige Gefahr“

Das Gebiet gilt als beliebtes Ziel für Skitouren. Der Lagebericht vermeldete für den Nachmittag Lawinenwarnstufe 2 (mäßig), warnte aber vor kleineren Feuchtschneelawinen. Die Lawine, die die drei Männer verschüttete, war mit 400 Metern Länge und 100 Metern Breite aber sehr mächtig und ging in südseitigem und steilem Gelände ab. „Der Hang liegt seit dem Morgen in der Sonne, der Schnee dürfte durchfeuchtet gewesen sein“, sagte Balthasar Laireiter von der Salzburger Bergrettung.

Mit dem Unglück kamen heuer in Österreich bereits 19 Menschen durch Lawinen ums Leben.

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