Chronik | Österreich
16.06.2017

Wurde Großbrand in Tirol absichtlich gelegt?

Ermittler stellten "Einbringen einer Zündquelle von außen" fest. Aber auch Fahrlässigkeit möglich.

Das Feuer in einer Recyclingfirma in Pfaffenhofen (Bezirk Innsbruck Land) könnte absichtlich gelegt worden sein. "Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit", wurde eine "Zündquelle von außen" eingebracht, haben Brandsachverständige der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung und des Landeskriminalamtes ermittelt.

Ob das "fahrlässig oder vorsätzlich" geschah, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen, hieß es Freitagfrüh in einer Polizeiaussendung.

Ein Großaufgebot an Feuerwehren musste in der Nacht auf Donnerstag ausrücken. Auf dem Freigelände des Unternehmens war gegen 22.30 Uhr in Ballen gelagertes Plastik in Brand geraten. Insgesamt waren zehn Feuerwehren mit rund 250 Mann die ganze Nacht über im Einsatz. Ein Übergreifen des Brandes auf das Firmengebäude konnte verhindert werden.

Bei den Löscharbeiten wurden nach Polizeiangaben fünf Feuerwehrleute durch Rauchgas verletzt. Die Rauchwolke war weithin sichtbar.