Warnung vor Glatteis in Ostösterreich

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Foto: APA/Susanne Kupke Karlsruhe: Eine dicke Eisschicht überzog die Straßen – und lud Kinder zum Schlittschuhlaufen ein.

Straßenglätte, Dach- und Alpinlawinen drohen zum Wochenstart. Es wird aber wärmer.

Die vereisten Straßen in Ostösterreich am Sonntag waren nur ein Vorgeschmack auf den Wochenbeginn. Denn Autofahrerclubs und Meteorologen warnen zumindest für Montag und Dienstag vor gefrierendem Regen und somit erheblicher Glatteisgefahr.

Zu der Rutschpartie auf den Straßen kommt es, weil die Bodentemperaturen am Morgen noch bei bis zu minus fünf Grad liegen und der angekündigte Regen sofort gefriert. Im Laufe des Tages klettern dann die Höchstwerte im Osten auf bis zu drei Grad.

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Gefahr von oben

… Foto: christandl jürg Dachlawinen werden jetzt zunehmend zur Gefahr. Hausbesitzer sind verpflichtet, die Schneemassen auf den Dächern „kontrolliert“ zu entsorgen Mit den steigenden Temperaturen werden auch die Schneemassen auf den Dächern zur unkontrollierbaren Gefahr. So musste die Wiener Feuerwehr alleine über das Wochenende zu knapp 90 Einsätzen wegen Dachlawinen ausrücken. Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf rät Passanten, sich „nach Möglichkeit von vorspringenden Dächern fernzuhalten“. Bei Dachlawinen sind Hausbesitzer ebenso gefordert wie bei der – schlecht funktionierenden – Gehsteigräumung. Sie müssen für die kontrollierte „Entsorgung“ der Schneemassen auf den Dächern sorgen. Sollten Passanten von Dachlawinen verletzt werden, drohen teure Verfahren über den Zivilrechtsweg.

Lawinentoter in NÖ

Auch in den Bergen, und somit in den Skigebieten sorgt die Erwärmung und der Föhn für erhöhte Lawinengefahr. Sonntag wurde in Tirol die Warnstufe drei der fünfteiligen Skala verhängt. Experten warnen davor, dass die frischen Triebschneeansammlungen extrem labil sind.

Bereits am Sonntagnachmittag starb ein Skitourengeher am Göller (NÖ), nachdem er ein Schneebrett losgetreten hatte und davon mitgerissen wurde. Obwohl der Verunglückte rasch ausgegraben wurde, kam jede Hilfe zu spät. Auch ein Tourengeher am Bärenkopf in Tirol geriet in eine Lawine, hatte aber mehr Glück. Bei der Abfahrt wurde er von den Schneemassen erfasst und 500 Meter in die Tiefe gerissen. Der Mann konnte, dank zweier Kameraden, rasch geborgen und ins Krankenhaus geflogen werden.

Europa

Chaos durch Blitzeis

Das Winterwetter sorgt für massive Verkehrsprobleme

Eis und Schnee führten in vielen Teilen Europas zu gefährlicher Glätte. Flughäfen in Deutschland, Großbritannien und Frankreich strichen Hunderte Flüge. Auch im Bus- und Zugverkehr kam es zu massiven Behinderungen. Ganze Autobahnabschnitte wurden gesperrt.

In vielen Regionen Deutschlands waren die Gehsteige von einer dicken Eisschicht überzogen. In Karlsruhe liefen Kinder auf vereisten Straßen Schlittschuh. Wegen Eis und Schnee fielen auf dem Frankfurter Flughafen gestern, Sonntag, zunächst 130 Flüge aus. Auch auf dem Flughafen Stuttgart wurden Flüge annulliert.

Auf Europas größtem Flughafen London Heathrow brachten Schneefälle den Flugplan völlig durcheinander: Zahlreiche Flüge fielen aus, Passagiere saßen fest. Im ganzen Land gab es Einschränkungen im Bahn- und Straßenverkehr. In Nordirland waren einige Haushalte ohne Strom. Die Pariser Flughäfen Charles-de-Gaulle und Orly strichen gestern, Sonntag, 40 Prozent ihrer Flüge. Auf den Straßen kam es zu Behinderungen. In Paris blieben zusätzlich auch viele Busse in den Depots.

Im schottischen Hochland wurden vier Bergsteiger von einer Lawine getötet.

Das Winterwetter heizte in den Niederlanden das Eislauffieber an. Trotz Warnungen der Polizei brachen viele Menschen auf noch nicht tragfähigem Eis ein und mussten von Rettern geborgen werden.

(kurier) Erstellt am
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