Chronik | Österreich
22.11.2017

Vorarlberg: Autofahrer stoppten Alkolenker

Zeugen bewegten den 48-Jährigen durch ständiges Hupen anzuhalten und blockierten die Weiterfahrt.

Ein Autofahrer und sein Beifahrer haben Dienstag früh einen stark alkoholisierten Pkw-Lenker in Alberschwende-Müselbach (Bregenzerwald) am Weiterfahren gehindert. Der 48-Jährige war von Bregenz gekommen und hatte auf der Rheintalautobahn (A14) im Bereich Weidachknoten bereits einen Fahrbahnteiler touchiert. Der Mann hatte 1,44 Promille Alkohol im Blut.

Der Alkolenker fuhr Polizeiangaben zufolge am frühen Morgen in Bregenz durch den Citytunnel auf die A14. Im Bereich Weidachknoten fuhr er frontal gegen einen Fahrbahnteiler, setzte seine Fahrt aber fort, ohne den Unfall zu melden. Das vordere Kennzeichen seines Wagens blieb am Unfallort zurück. Bei der Ausfahrt Dornbirn-Nord verließ er die Autobahn und fuhr weiter durch den Achraintunnel in Richtung Bregenzerwald. Auf seiner Fahrt soll er laut Zeugenaussagen mehrmals mit seinem Pkw auf die Gegenfahrbahn geraten sein. Nur mit viel Glück sei es zu keinem Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug gekommen, teilte die Polizei mit.

Führerschein abgenommen

Zwei Männer, die ab Alberschwende mit ihrem Firmentransporter unmittelbar hinter dem 48-Jährigen fuhren, erkannten die Gefahr und bewegten den Alkolenker durch ständiges Hupen an einer Bushaltestelle zu halten. Dort parkten die beiden ihr Fahrzeug unmittelbar vor dem Auto des Mannes und hinderten ihn so an der Weiterfahrt. Die herbeigerufene Polizei führte einen Alkotest durch und nahm dem Mann daraufhin an Ort und Stelle den Führerschein ab. Der 48-Jährige wird bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch und der Bezirkshauptmannschaft Bregenz angezeigt.