Chronik | Österreich
24.09.2017

Vorarlberg: 14-Jähriger tötete schlafenden Vater

Ein 14-Jähriger ging gegen Mitternacht mit dem Messer auf seine Eltern los und fügte sich anschließend selbst schwere Stichverletzungen zu.

Entgegen ersten Informationen ging der tödlichen Familientragödie in Götzis (Bezirk Feldkirch) kein Streit voraus. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, ging der 14-Jährige auf seinen im Wohnzimmer schlafenden 51 Jahre alten Vater los und versetzte ihm mit längeren Küchenmesser mehrere Stiche in den Bauch. Seine Mutter attackierte er, als diese dem Vater zu Hilfe eilte. Sie erlitt Wunden im Rückenbereich.

Eine psychische Erkrankung zogen die Ermittler wegen der Vorgehensweise bei der Tat in Betracht. Der Messerattacke sei kein Streit vorausgegangen, nach derzeitigem Erkenntnisstand sei "der Abend ruhig verlaufen". Es handle sich um eine "ganz normale einheimische Familie", versicherte der Chefermittler. "Nach den Erstbefragungen sind keine Probleme innerhalb der Familie bekannt", sagte Chefermittler Norbert Schwendinger gegenüber der APA. Der bisher völlig unbescholtene Jugendliche verletzte sich anschließend selbst mit dem Messer. Er wurde ebenfalls ins Spital gebracht, wo er vorerst auch bleiben wird. Die Polizei kündigte an, am Sonntag keine weiteren Informationen mehr zu veröffentlichen.

Der 51-jährige Vater verstarb im Landeskrankenhaus Feldkirch. Mutter und Sohn seien außer Lebensgefahr, teilte ein Polizeisprecher der APA mit, der 14-Jährige stehe im Krankenhaus unter Polizeiaufsicht. Nähere Informationen gab die Vorarlberger Polizei vorerst nicht bekannt. Das Landeskriminalamt ermittelt wegen Mordes und versuchten Mordes.

In Vorarlberg ist dies die zweite Familientragödie innerhalb einer Woche. Erst am vergangenen Wochenende hatte ein Familienvater in Hohenems seine Frau und seine beiden Töchter mit einem Messer getötet und sich anschließend selbst umgebracht.