Chronik | Österreich
13.07.2017

Video: Vorwürfe gegen Kärntner Schweinzüchter

Im Stall lägen Körperteile toter Tiere herum und bei der Schlachtung werde mit Elektroschocks gearbeitet, kritisiert der Verein gegen Tierfabriken und veröffentlicht ein Video.

Schmerzenschreie eines Schweines, die durch Mark und Bein gehen, völlig verschmutzte Futterrinnen und Knochenteile toter Tiere im Stall - die Aufnahmen im Video (siehe unten) sind drastisch.

Fünf Ställe in Unterkärnten

Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) erhebt schwere Vorwürfe gegen einen Kärntner Schweinezüchter. In den fünf Stallungen in Unterkärnten würden, so VGT-Vizeobmann David Richter am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Klagenfurt, fürchterliche Haltungsbedingungen herrschen, bei der Schlachtung werde mit Elektroschocks gearbeitet. Der VGT fordert die Schließung und Konsequenzen der Behörde.

600 Tiere würden ohne Einstreu am Betonboden gehalten, es gebe nichts, womit sie sich beschäftigen könnten. Man habe Videoaufnahmen, auf denen ein Schwein von anderen verletzt und zu Tode gehetzt werde.

VGT-Video

Im Stall lägen Körperteile toter Tiere herum. Im Betäubungsraum müssten die Schweine den Todeskampf mitansehen und die Todesschreie mitanhören. Die Betäubungszange werde - völlig illegal - auch als schmerzhaftes Treibmittel eingesetzt.

BH Völkermarkt ist informiert

Man habe die Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt bereits informiert, sagte Richter. Er fordert, es müssten Verfahren wegen Tierquälerei eingeleitet und die Betriebe bis auf Weiteres geschlossen werden.

Der betroffene Landwirt und Gastronom meinte in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem ORF Kärnten, er sei entsetzt über die Zustände. Er versprach volle Transparenz, damit sich Derartiges nicht wiederholen könne, werde man Überwachungskameras in allen Ställen anbringen.

Zur Website des Vereins gegen Tierfabriken