Chronik | Österreich
10.08.2017

Unwetter: Baum traf fahrendes Auto

Vor allem der Bezirk Feldkirchen war von Unwettern betroffen. Es gab keine Verletzten.

Teile Kärntens sind in der Nacht auf Donnerstag erneut von Unwettern heimgesucht worden. Diesmal war vor allem der Bezirk Feldkirchen betroffen: Hier wurde ein Einfamilienhaus abgedeckt. Am Ossiacher See wurde ein fahrendes Auto von einem umstürzenden Baum getroffen - verletzt wurde aber niemand, teilte die Polizei mit.

Mehr als 20 Feuerwehren in Kärnten standen im Einsatz. Gleich mehrmals wurde die Feuerwehr der Kärntner Bezirkshauptstadt Feldkirchen alarmiert, von wo Sturm, ein heftiges Gewitter und golfballgroße Hagelkörner gemeldet wurden. In Rabensdorf wurde das gesamte Dach eines Einfamilienhauses weggerissen, davonfliegende Teile beschädigten das Dach eines Nachbarhauses. Gleich mehrmals mussten überflutete Keller ausgepumpt werden, durch einen Blitzschlag stand außerdem ein Baum in Flammen.

Baum traf Auto

Kritische Situationen gab es auch auf den Kärntner Straßen. Auf der Ossiacher See Süduferstraße (L49) stürzte ein Baum auf das fahrende Auto einer 29-jährigen Feldkirchnerin. Sie blieb unverletzt, der Pkw wurde aber schwer beschädigt. Im Gemeindegebiet von Straßburg (Bezirk St. Veit) stürzte ebenfalls ein Baum auf die Straße. Eine 23-jährige Frau konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte mit ihrem Kastenwagen gegen den Stamm. Auch sie wurde nicht verletzt, am Wagen entstand aber erheblicher Schaden.

Eine Mure ging im Bereich der Goggausee Landesstraße (L80) ab, sie wurde auf einer Länge von etwa 20 Metern verlegt. Und am Aussichtsturm am Pyramidenkogel (Bezirk Klagenfurt-Land) setzte ein Blitz den Lift außer Betrieb.

Am Vormittag beruhigte sich die Lage in Kärnten, bei der Landesalarm- und Warnzentrale verzeichnete man trotz weiterer Gewitter nur mehr vereinzelt Aufräum-Einsätze. Grund zur Entspannung sei das aber nicht: Für Donnerstagnachmittag und -abend werden weitere Unwetter befürchtet.

Aufräumarbeiten nach schweren Unwettern

In Teilen Kärntens ist es am Mittwochabend erneut zu Unwettern gekommen. Nach Polizeiangaben waren die Gemeinde Straßburg im Bezirk St. Veit an der Glan sowie der Raum Feldkirchen besonders betroffen. Gewitterstürme sorgten dort für umgestürzte Bäume, Dachschäden sowie Feuerwehreinsätze. Personen wurden bei den Vorfällen nicht verletzt.

In Straßburg blockierte ein Baum die Gurktal Bundesstraße (B 93). Während der Baum von Einsatzkräften der Feuerwehr Straßburg entfernt wurde, kam es zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen.

Im Bereich Feldkirchen ging gegen 23.00 Uhr ein Hagelgewitter mit starken Sturmböen nieder. Dabei wurde in Rabensdorf bei einem Einfamilienhaus das gesamte Dach weggerissen. Davonfliegende Teile beschädigten das Dach eines Nachbarhauses. Auf der Ossiachersee Süduferstraße (L 49) stürzte aufgrund des Sturmes ein Baum auf den fahrenden Pkw einer 29-jährigen Lenkerin aus dem Bezirk Feldkirchen. Die Frau blieb unverletzt, am Auto entstand schwerer Sachschaden.

Im Bereich Rennweg wurde die Goggausee Landesstraße (L 80) über eine Länge von rund 20 Metern vermurt. Die Straße musste abgesichert werden und war in diesem Bereich nur erschwert passierbar.

Soldaten räumen in der Obersteiermark auf

Nach den Unwetterschäden in der Obersteiermark wird das Bundesheer mit weiteren Soldaten in den Katastrophengebieten Oberwölz, Oberzeiring und im hinteren Triebental aushelfen. Am Donnerstagnachmittag sollen rund 80 Pioniere vom Pionierbataillon 2 aus Salzburg mit schweren Maschinen im Unwettergebiet eintreffen, teilte das Militärkommando Steiermark am Mittwoch mit.

Die Pioniersoldaten werden zur Wiedererrichtung von zerstörten Brücken, zum Lösen von Verklausungen und für die Errichtung von Hangbefestigungen benötigt. Nach der zusätzlichen Aufstockung werden ab Donnerstag insgesamt rund 220 Soldaten in den Katastrophengebieten in der Steiermark im Einsatz sein.

Schäden und Straßensperren in Tirol

Neuerlich haben Unwetter in der Nacht auf Mittwoch für Murenabgänge und Schäden in Tirol gesorgt. Betroffen waren das Oberland und der Bezirk Innsbruck-Land. Unter anderem musste die Brennerstraße (B182) und die Sellrainstraße (L13) nach Erdrutschen gesperrt werden. Unterbrochen war auch die Brennerbahnstrecke zwischen Innsbruck und Matrei. Im Gschnitztal erfasste eine Mure mehrere Fahrzeuge.