Unwetter in Murau in der Steiermark sorgten für überflutete Straßen.

© /BFV Murau/Horn

Burgenland bis Kärnten
08/01/2016

Unwetter am Wochenende: Überflutete Keller und Straßen, Häuser abgedeckt

160 Feuerwehreinsätze im Weinviertel. Hagel verursachte Millionenschäden. An Seen im Burgenland und in Kärnten mussten Segler und Surfer rechtzeitig an Land geholt werden.

Die Hagelgewitter am vergangenen Wochenende haben laut Österreichischer Hagelversicherung wieder Schäden in Millionenhöhe verursacht. 12.500 Hektar Ackerland wurden in Mitleidenschaft gezogen, die Landwirtschaft muss nun Schäden in Höhe von 2,3 Millionen Euro verkraften, teilte die Hagelversicherung am Montag mit. Betroffen waren in der Steiermark die Bezirke Deutschlandsberg, Graz-Umgebung und Voitsberg, in Niederösterreich Gmünd, Hollabrunn, Horn und Zwettl. in Kärnten der Bezirk Sankt Veit an der Glan. Die Unwetter trafen alle Ackerbaukulturen.

Steiermark

In der Steiermark sind am Wochenende und in der Nacht auf Montag erneut schwere Unwetter niedergegangen, die in einigen Bezirken zu Überschwemmungen führten, Straßen verlegten und Bäume entwurzelten. Insgesamt wurden 106 Wehren zu 148 Einsätzen gerufen. Knapp 1.250 Feuerwehrmänner und -frauen standen im Hilfsdienst.

Am stärksten betroffen waren laut Leitzentrale Bereiche in den Bezirken Deutschlandsberg, Graz-Umgebung, Hartberg-Fürstenfeld, Leibnitz, Murtal sowie Murau und Weiz. Umgestürzte Bäume mussten entfernt werden, weiters stand das Auspumpen von Garagen und Kellern, das Sichern und Freimachen von Verkehrswegen als auch Sicherungs- und Aufräumarbeiten im Bereich von kleineren Murenabgängen und Hangrutschungen auf der Einsatzliste. Im Sulmtal riss der heftige Wind das Dach von einer Halle eines landwirtschaftlichen Anwesens.

Die Sperre der Breitenauer Straße (L104) vonPerneggnachBreitenau am Hochlantsch(Bezirk Bruck-Mürzzuschlag), die bereits vor einer Woche von Muren verlegt worden war, blieb weiterhin aufrecht.

Niederösterreich

Neuerliche Unwetter haben am Sonntagabend für etwa 160 Feuerwehreinsätze in Niederösterreich gesorgt. Massiver Regen und Sturm hatten vor allem das Weinviertel getroffen, sagte Franz Resperger vom Landeskommando.

In Hohenau a.d. March (Bezirk Gänserndorf) deckte der Sturm sieben Häuser ab. Die Feuerwehr rückte mit Planen aus, um die Objekte zu schützen. In Orth a.d. Donau (Bezirk Gänserndorf) schlug ein Blitz in ein Einfamilienhaus ein. Fünf Feuerwehren standen laut Resperger im Löscheinsatz. Im Bezirk Korneuburg wurde insbesondere die Gemeinde Stetten stark getroffen. Keller wurden unter Wasser gesetzt und Straßen verschlammt.

Der Sturm forderte auch die Helfer im Bezirk Mistelbach und vereinzelt im Bezirk Krems, sagte der Sprecher. Insgesamt standen etwa 60 Feuerwehren im Unwettereinsatz.

Burgenland

Im Burgenland haben am Sonntagabend in zahlreichen Gemeinden von Nord bis Süd die Feuerwehrsirenen geheult. Unwetter sorgten in nahezu allen Bezirken für überflutete Keller und Straßen. In Summe seien 25 Feuerwehren ausgerückt. Sie kamen auf rund 800 Einsatzstunden.

In mehreren Gemeinden mussten Straßen von umgestürzten Bäumen befreit sowie Pumparbeiten durchgeführt werden. In Mörbisch (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) wurden nach einem kurzen, aber heftigen Gewitter auch zahlreiche Kanaldeckel weggeschwemmt, teilte die Ortsfeuerwehr mit. Die Seefestspiele Mörbisch hatten am Sonntag spielfrei und blieben deshalb von den Unwettern verschont.

Am Neusiedler See mussten die Feuerwehren Neusiedl am See und Purbach zwei Boote an Land ziehen. Verletzt wurde niemand.

Kärnten

Die Kärntner Feuerwehren sind in der Nacht auf Montag zu 50 Unwetter-Einsätzen ausgerückt. Es galt vor allem Keller auszupumpen, Verklausungen in Bächen zu beseitigen und umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen. Die meisten Einsätze hat es in den Bezirken St. Veit und Wolfsberg gegeben.

Auch an den Seen standen die Feuerwehren im Einsatz, um vor aufziehenden Unwettern Segler und Surfer rechtzeitig an Land zu holen. Einige Haushalte waren am Sonntagabend ohne Strom, die Energieversorgung konnte aber bis zum Montagmorgen großteils wieder hergestellt werden.

Salzburg

Zwei lokal begrenzte, aber äußerst heftige Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen haben bereits am Samstagabend inBad Gastein(Pongau) erhebliche Schäden angerichtet. Die Straße nachSportgasteinwurde von mehreren kleinen Muren verlegt. ImKötschachtal trat der Bach über die Ufer, verlegte Teile der Straße und riss einige Holzbrücken mit sich. Zudem musste die Feuerwehr mehrere Keller auspumpen.
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