Chronik | Österreich
18.07.2017

Überfälle auf Seniorinnen: Der Täter verhält sich jetzt ruhig

In Graz läuft weiterhin die Fahdnung nach dem Räuber, der Pensionistinnen niedergeschlagen hat.

Die gute Nachricht: Weitere Raubüberfälle auf Seniorinnen hat es seit Donnerstagnachmittag in Graz nicht mehr gegeben. Bisher passierten die Überfälle in Abständen von zwei bis sechs Tagen. Die schlechte Nachricht: Trotz einer eigens eingerichteten Sonderkommission hat die Polizei weiterhin keine Spur zu dem Täter.

Sieben Frauen im Alter zwischen 69 und 84 Jahren wurden bekanntlich in Graz niedergeschlagen und beraubt. Meistens hatte es der Unbekannte auf den Goldschmuck der Pensionistinnen abgesehen, in zwei Fällen nahm er auch die Geldbörsen mit. Zunächst fahndete die Polizei nach zwei Verdächtigen, die Bilder stammten aus Überwachungskameras aus der Nähe von Tatorten. Doch einer der beiden Männer schied Samstag aus (der KURIER berichtete): Er kam selbst auf eine Polizeiinspektion, nachdem er sein Bild in Medien gesehen hatte.

Hinweise

Die Fahndung nach dem anderen Mann bleibe aufrecht, betont Polizeisprecher Leo Josefus. Von dem Mann gibt es ein Foto aus der Straßenbahn sowie von einer anderen Überwachungskamera, sie stammen beide offenbar vom selben Tag. "Es gehen immer wieder Hinweise bei uns ein, die aufgearbeitet werden müssen."

Die Beamten sind nach wie davon überzeugt, dass die sieben Raubüberfälle zu einer Serie gehören. Begonnen hat sie am 30. Juni, zuletzt schlug der Täter am 13. Juli zu. Freitag wurde aber ein weiterer Fall bekannt, der der Serie zuvor nicht zugeordnet wurde: Am 9. Juli wurde eine 80-jährige Frau ausgeraubt, doch sie hatte geglaubt, sie sei gestürzt und habe sich dabei verletzt. Insgesamt 50 Polizisten arbeiten an dem Fall, deren Erkenntnisse fließen bei der "Soko Schmuckraub" zusammen.