Chronik | Österreich
13.06.2017

Über 100 Unwetter-Einsätze in Klagenfurt

Gewitterzelle traf Landeshauptstadt, entwurzelte Bäume stürzten auf Dächer und Autos.

Windböen von 100 km/h, gepaart mit 15 Kilometer hohen Gewittertürmen und Starkregen – ein Unwetter suchte am Montagabend Mittelkärnten heim und traf im Speziellen Klagenfurt. Bäume wurden entwurzelt, stürzten auf Dächer, Straßen und Autos.

Das Unwetter war kurz aber heftig und konzentrierte sich auf die Bezirke Feldkirchen, St. Veit, Klagenfurt-Land und die Landeshauptstadt. Alleine dort mussten die Feuerwehren zu mehr als 100 Einsätzen ausrücken. "Wir rechnen mit enormen Schäden", sagte Klagenfurts Feuerwehrreferent Christian Scheider (FPÖ). Beziffern könne man sie erst in ein paar Tagen. Besonders heftig wütete der Sturm im Strand- und Loretto-Bad. Wegweiser, Uhren und Beleuchtungen wurden zerstört, im Klagenfurter Nah-Erholungsgebiet Kreuzbergl wurden mehrere 120 Jahre alten Buchen durch den Sturm entwurzelt. Im Norden der Stadt kam es vielerorts zu Vermurungen.

In Köttmannsdorf (Klagenfurt-Land) fiel ein Baum auf eine 25-KV-Leitung. Der Baum und die Wiese begannen daraufhin zu brennen. Ein Anrainer rief die Helfer, die Feuerwehren Köttmannsdorf und Wurdach löschten das Feuer.

Der Zugverkehr zwischen Feldkirchen und St. Veit bleibt indes bis Mittwoch eingestellt, weil die Fahrleitung beschädigt wurde.

Auch in der Südoststeiermark gingen am Montagabend einige heftige Gewitter nieder: Vermutlich durch einen Blitzeinschlag geriet der Dachstuhl eines Wirtschaftsgebäudes in Feldbach in Brand. Die Feuerwehr konnte das Feuer mit mehr als 100 Einsatzkräften löschen, der Dachstuhl wurde aber vollkommen zerstört. Sieben Rinder, landwirtschaftliche Geräte und Maschinen waren zuvor in Sicherheit gebracht worden.