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Steiermark
10/15/2013

Tod bei Zahn-OP: Eltern vor Gericht

Weil das Gebiss der Vierjährigen massiv kariös war, werden die Eltern nun wegen Vernachlässigung angeklagt.

Der tragische Tod der vierjährigen Laura während einer Zahnoperation im Juni 2012 hat für die Eltern nun ein Nachspiel: Am 8. November müssen sie sich im Landesgericht Leoben wegen Vernachlässigung verantworten, so Gerichtssprecherin Sabine Anzenberger.

"Schicksalhafter" Tod

Der Eingriff war am 11. Juni 2012 wegen massiven Kariesbefalls der Milchzähne im Grazer LKH erfolgt. Dabei erlitt das Mädchen einen schweren Lungenkrampf und wachte aus der Narkose nicht mehr auf. Ein Gutachten bezeichnete den Tod des Kindes als "schicksalhaft", daher wurde das Verfahren gegen die Ärzte eingestellt.

Weil das Gebiss des Mädchens allerdings erschreckend desolat gewesen war, müssen sich nun die Eltern vor Gericht verantworten. Ihnen wird "Quälen oder vernachlässigen unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen", wie es im Gesetzestext heißt, vorgeworfen. Das Verfahren wurde für einen Tag anberaumt.

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