Chronik | Österreich
22.09.2015

Tirolerin beschädigte das Kolosseum

Die Innsbruckerin ritzte ihre Initialen in das antike Bauwerk - sie wurde angezeigt.

Ein Urlaub, der in die Hose ging: Weil sie die Anfangsbuchstaben ihres Namens und jener ihrer beiden Freundinnen in einen Stein des römischen Kolosseums geritzt hat, ist eine Tirolerin in Rom angezeigt worden. Sie muss sich wegen schwerer Beschädigung eines staatlich geschützten Monuments verantworten, sagten Carabinieri am Dienstag der APA. Die 40-jährige Innsbruckerin wurde von den Aufsehern des Kolosseums beim Eingravieren der Buchstaben erwischt. Ihr Taschenmesser wurde beschlagnahmt. Die Frau wurde in eine Carabinieri-Kaserne gebracht und nach Feststellung ihrer Personalien angezeigt. Gegen sie wird ein Strafverfahren eröffnet, bei dem die Gemeinde Rom Schadenersatz fordern wird, erklärten die Carabinieri.

Das Kolosseum, das größte Amphitheater des Römischen Reichs, zieht im Jahr rund sechs Millionen Besucher an. Es wurde zuletzt dank einer Millionenspende des Schuhfabrikanten Diego della Valle restauriert.