Chronik | Österreich
09.08.2017

Tirol: Neuerlich Murenabgänge nach Unwettern

Unter anderem waren die Brennerstraße und die Sellrainstraße von Murenabgängen betroffen.

Neuerlich haben Unwetter in der Nacht auf Mittwoch für Murenabgänge und Schäden in Tirol gesorgt. Betroffen waren das Oberland und der Bezirk Innsbruck-Land. Unter anderem musste die Brennerstraße (B182) und die Sellrainstraße (L13) nach Erdrutschen gesperrt werden. Unterbrochen war auch die Brennerbahnstrecke zwischen Innsbruck und Matrei. Im Gschnitztal erfasste eine Mure mehrere Fahrzeuge.

Meldungen über Verletzte gab es vorerst keine. Die Einsatzkräfte waren am Mittwoch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Unter anderem mussten etwa in Gschnitz mehrere Keller ausgepumpt sowie Auffangbecken der Wildbach- und Lawinenverbauung von Geröll und Schlamm befreit werden. In Sellrain wurde die Sellraintalstraße von Schotter und Erdreich gesäubert.

In St. Leonhard im Pitztal (Bezirk Imst) hatte sich gegen 6.00 Uhr auf der Gemeindestraße zwischen den Weilern Grüble und Egg ein massiver Steinschlag ereignet. Nach den heftigen Regenfällen in der Nacht löste sich ein rund acht Kubikmeter großer Felsbrocken oberhalb der Straße im Waldbereich und donnerte zu Tal. Der Fels durchschlug dabei das Steinschlagnetz und landete auf der darunter befindlichen Gemeindestraße, die dadurch massiv beschädigt wurde. Unterhalb der Gemeindestraße befinden sich laut Polizei mehrere Häuser, die glücklicherweise verschont blieben.

In Nassereith (ebenfalls Bezirk Imst) deckten Sturmböen während eines Gewitters das Dach eines Hauses ab, wodurch mehrere Pkw demoliert wurden. Zudem wurde eine Hochspannungsleitung beschädigt, was zu Stromausfällen führte. In Mieders und in Schönberg war das Leitungswasser laut Medienberichten wegen der Unwetter vom Wochenende derzeit nicht genießbar. Schwemmmaterial war in die Wasserversorgung geraten.